Für Energieversorger und Netzbetreiber ist das Thema Elektromobilität eine Herausforderung. Ein Problem sind Fragen der Netzbelastung, wenn mit dem Hochlauf der Elektromobilität in darauf nicht ausgelegten Ortsnetzen große Lasten durch ein gleichzeitiges Anschließen von E-Autos an die „Steckdose“ entstehen. Ein anderes Problem ist der Betrieb öffentlicher Ladesäulen als Geschäftsmodell. Viele frühe Investitionen sind ins Leere gelaufen und haben Verluste nach sich gezogen, weil die Ladesäulen schlichtweg zu wenig ausgelastet waren. Bei anderen Investitionen droht jetzt ein Wettbewerbsproblem durch die Ausschreibungen für das „Deutschlandnetz“.

Das Bundesverkehrsministerium ist in der vergangenen Woche sehr rührig gewesen, was die Förderlandschaft für Ladeinfrastruktur angeht. Der Titelbereich von EUWID Neue Energie 34.2021 widmet sich dieser Thematik. Einerseits wurden die ersten beiden Aufrufe für die neue Förderrichtlinie für öffentliche Ladeinfrastruktur veröffentlicht, andererseits hat Verkehrsminister Andreas Scheuer die Ausgestaltung der Ausschreibung für 1.000 neue Schnellladesäulen bekannt gegeben, die das „Deutschlandnetz“ bilden sollen.

Die Energiewirtschaft begrüßt zwar die staatlichen Mittel, um wirtschaftliche Risiken mit Blick auf Aufbau und Betrieb der Ladeinfrastruktur zu senken. Zugleich verweist die Branche auf Investitionen, die Energieunternehmen unabhängig vom Förderprogramm getätigt haben. Für Schnellladestationen außerhalb des subventionierten Deutschlandnetzes sei die von Scheuer kommunizierte Preisobergrenze von 44 ct/kWh „nicht darstellbar“, heißt es beim BDEW.

Neues gibt es auch im Bereich der Bioenergie. Verbände haben vom BMWi erfolgreich klärende Worte eingefordert, was den Einsatz von importiertem Biomethan im Rahmen der BEG-Förderung angeht. (Titelbild: Nischaporn – stock.adobe.com)

Redaktionstipp: Unsere Topthemen der Woche

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein