Die Zeit nach EEG 2017, Strommarktgesetz und Digitalisierungsgesetz: Wie geht es mit der Energiewende weiter?

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Nach den umgesetzten Legislativvorhaben EEG 2017, Strommarktgesetz und Digitalisierungsgesetz wirft das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) den Blick in die Zukunft. In einem Impulspapier mit dem Titel „Strom 2030“ befasst sich das BMWi mit den anstehenden Trends am Energiemarkt, wie etwa der immer wichtiger werdenden Sektorkopplung. Das Impulspapier soll dabei einen Diskussionsprozess anstoßen. Das Echo in der Energiewirtschaft ist durchaus positiv. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sieht das Papier als „gute Gesprächsgrundlage“, auch der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) sieht „einige sinnvolle Impulse“, mahnt aber an, die guten Ansätze „endlich umzusetzen“.

Das Impulspapier des BMWi ist Gegenstand des Titelberichts von EUWID Neue Energie 38/2016. Die am 21. September erschienene Ausgabe umfasst 96 Nachrichten, Berichte und Analysen auf 36 Seiten. Einen Überblick über sämtliche Themen der neuesten Ausgabe des Brancheninformationsdienstes kann hier abgerufen werden.

Der Titeltext von EUWID Neue Energie beschreibt die Vorschläge des BMWi und legt dabei den Schwerpunkt auf den Bereich der Bioenergie. Hier verdichtet sich im Impulspapier, dass das Wirtschaftsministerium nur sehr beschränkte Potenziale in dem Segment sieht und eine Konzentration der Bioenergie auf schwer substituierbare Bereiche anstrebt.

Die Zukunft der Energieversorgung in Deutschland sieht auch den Ausstieg aus der Kohleverstromung vor. Mit Verdi hat sich jetzt ein Akteur mit dem Thema Kohleausstieg befasst, der vordergründig die sozialpolitische Dimension der Fragestellung im Blick hat. Verdi hält einen sozialverträglichen Ausstieg aus der Kohlekraft für „machbar und finanzierbar“. Die Grünen halten den Vorstoß der Gewerkschaft für ein wichtiges Signal, das die Bundesregierung nun aufgreifen müsse.

Die Zukunft der Energieversorgung liegt in den erneuerbaren Energien, das sieht nicht nur das BMWi so. Aber das „Wie“ und „Wer“ der künftigen Versorgungsstrukturen ist in weiten Teilen ungeklärt. Ein Thema, das wie ein Gespenst durch die Branche geistert, ist die „Blockchain“, eine technische Lösung, die in der vielschichtige Bezugs- und Abrechungsmöglichkeiten auch in der Energiebranche schaffen und den Platzhirschen am Markt einiges Kopfzerbrechen bescheren könnte. Mit enercity ist jetzt ein Versorger einen Schritt in Richtung entsprechender Technologien gegangen. Kunden sollen künftig mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlen können.

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