Die Bundestagswahl hat den Grünen zwar deutliche Zuwächse beschert. Die Dramatik des Klimawandels hat aber nicht dazu geführt, dass die Partei mit ihrem Markenkern einen gewaltigen Satz gemacht hätte. Dennoch scheint – unabhängig von der konkreten Farbe der künftigen Regierungskoalition – klar, dass Klimaschutz und Ausbau der Erneuerbaren künftig einen ganz anderen Stellenwert erhalten werden als bisher. In ersten Stellungnahmen fordert die Energiebranche entsprechend vor allem eines: Tempo bei Regierungsbildung und Energiewende. (Nachweis für Beitragsbild: Sergej Toporkov – stock.adobe.com)

Die Farbenlehre ist aktuell nicht nur mit Blick auf mögliche Regierungskoalitionen von Belang: Auch hinsichtlich der Erzeugung von Wasserstoff gibt es inzwischen ein breites Farbspektrum zu beachten, das von Grün über Blau, Türkis und Grau bis hin zu Rot führt. Aus Sicht der Erneuerbaren-Branche muss „Grün“ die Farbe der Wahl sein.

Auf dem Titel der Ausgabe 39.2021 von EUWID Neue Energie stellen wir eine aktuelle Studie vor, die sich den Potenzialen der Offshore-Windenergie zur Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff widmet. Die Ziele der Bundesregierung hinsichtlich der heimischen Erzeugung von grünem Wasserstoff könnten allein mit Offshore-Windenergie unter geeigneten Bedingungen gedeckt werden.

Die Bundesregierung sieht sich nach einem Jahr „Nationale Wasserstoffstrategie“ auf Kurs. Im ersten Zwischenbericht, der am 22. September im Bundeskabinett verabschiedet wurde, verweist der Bund auf 62 angestoßene „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI), die mit insgesamt acht Milliarden Euro gefördert werden. Der VKU sieht bei der Umsetzung der Strategie allerdings „noch keine Erfolgsstory, sondern eine Großbaustelle“. Einig ist man sich, dass auch bei diesem Thema vor allem eines zu erhöhen ist: das Tempo.

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