Die Verkehrswende ist nach einem langen Dornröschenschlaf inzwischen zumindest wieder auf dem Weg nach oben auf der politischen Agenda. Doch wird die Debatte angesichts des Dieselskandals oft emotionalisiert und nicht immer sachbezogen geführt.

Der Handlungsbedarf ist mit Blick auf die Verkehrswende groß. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen entfiel im vergangenen Jahr auf den Verkehrssektor ein Endenergieverbrauch von 728 TWh. Der Kraftstoffverbrauch ist in den letzten 25 Jahren leicht gestiegen. Nach Angaben des Umweltbundesamts werden zu über 90 Prozent Kraftstoffe aus Mineralöl eingesetzt, Biokraftstoffe und Strom spielen bislang nur eine geringfügige Rolle.

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EUWID Neue Energie 40/2017

Ergebnis der aufgeheizten Debatte ist, dass die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Technologien nicht in angemessener Weise gewichtet und in einem Gesamtzusammenhang diskutiert werden, sondern nicht selten Einzelargumente den Diskurs bestimmen. Und diese Argumente sind auch nicht immer treffend gewählt, da ihnen die wissenschaftliche Grundlage fehlt. Betroffen sind dabei unter anderem die Elektromobilität, aber auch das weite Feld der Biokraftstoffe.

Sind Biokraftstoffe der zweiten Generation wirklich nachhaltiger als die der ersten Generation?

Der Titel der jetzt erschienenen Ausgabe 40/2017 von EUWID Neue Energie befasst sich mit der Bewertung von Biokraftstoffen aus Nachhaltigkeitsperspektive. Hier ist es das Ziel der EU-Kommission, die aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellten Biokraftstoffe der ersten Generation

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Alle Themen von EUWID Neue Energie 40/2017 in der Übersicht.

möglichst schnell durch die Biokraftstoffe der nachfolgenden Generationen zu ersetzen. Diese sollen etwa aus Abfällen gewonnen werden. Aber sind sie damit automatisch nachhaltiger? Das Nova-Institut meldet hier Zweifel an.

Auch in Hinblick auf die Elektromobilität existiert viel Klärungsbedarf zur Bewertung der Technologie. Diesem Thema hat die Redaktion von EUWID Neue Energie einen Faktencheck gewidmet. Manche Aussage über die Nachhaltigkeit ist auch bei der Elektromobilität fragwürdig. Wir zeigen auf, was belastbare Fakten sind und wo es berechtigte Gründe gibt, an schnell in die Debatte geworfenen Aussagen zu zweifeln. Den Faktencheck finden Sie online hier.

Das lesen Sie in EUWID Neue Energie 40/2017:

1. Nova-Institut: Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen der ersten und zweiten Generation vergleichbar

Die systematische Diskriminierung von Biokraftstoffen der ersten Generation durch den gegenwärtigen Kommissionsvorschlag basiert nicht auf  wissenschaftlichen Beweisen. Zu diesem Ergebnis kommt das Nova-Institut in einer aktuellen Studie.

2. Holzenergiebranche fordert in „Würzburger Erklärung“ faire Bedingungen:

Die Wärmewende ist nach Einschätzung der Bioenergiebranche nicht ohne den Energieträger Holz zu schaffen. In der jetzt verabschiedeten „Würzburger Erklärung“ richten die Unternehmen einen klaren Appell an die Politik.

3. Sektorkopplung: Mehr als nur der Einsatz von Power-to-X-Technologien:

Bei der Betrachtung der Sektorkopplung kommt es einer neuen Studie zufolge nicht nur auf Power-to-X-Technologien an, sondern auch auf den optimierten Einsatz aller Erneuerbare-Energien-Optionen.

4. EVU auf dem Weg zum Versorger der Zukunft: Was wünschen die Kunden?

Was sind die Anforderungen an das EVU der Zukunft aus Kundensicht? EUWID hat mit Bearing-Point-Partnerin Marion Schulte darüber gesprochen, was Versorger bei der Entwicklung von Energiedienstleistungen beachten müssen.

5. „Über kurz oder lang setzen alle OEMs von E-Fahrzeugen auf Ultrakondensatoren“

EUWID hat mit Skeleton-Chef Taavi Madiberk über die Potenziale von Ultrakondensatoren im Bereich der Elektromobilität gesprochen. Und diese sind nach Einschätzung von Madiberk ganz erheblich.

6. Testen Sie EUWID Neue Energie

Wenn Sie sich EUWID Neue Energie mal drei Wochen genau anschauen wollen, ohne gleich den Griff ans Portmonnaie vornehmen zu müssen, dann schauen Sie hier vorbei. Wir freuen uns auf Sie!

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