Viele Marktakteure blicken mit deutlich gewachsenem Interesse auf das Thema Power Purchase Agreements (PPA). Gerade in Zeiten hoher Strompreise im Großhandel sind die langfristigen Vertragsstrukturen von PPA attraktiv, bieten sie doch einen verlässlichen und planbaren Preisrahmen. Gerade für Unternehmen, die ohnehin auf der Suche nach „grünen“ Versorgungslösungen sind, wird PPA zunehmend spannend. (Nachweis für Beitragsbild: totojang1977 – stock.adobe.com)

Die Marktoffensive Erneuerbare Energien hat sich in einem Positionspapier detailliert mit der Fragestellung befasst, welche Anpassungen an den Rahmenbedingungen kurz- und mittelfristig dazu beitragen könnten, den Corporate-PPA-Markt in Deutschland als Instrument zu einem beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien zu dynamisieren. Auf dem Titel der neuen Ausgabe 44.2021 von EUWID Neue Energie haben wir die Kernaussagen der Analyse zusammengefasst.

„Die kommende Bundesregierung hat die Möglichkeit, passende Rahmenbedingungen für Green PPAs zu schaffen, um diesem Geschäftsmodell in Deutschland den Weg zu ebnen“, sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena. Zusätzlich zum Ausbauziel für erneuerbare Energien für 2030 sollte im EEG ein eigenes Ausbauziel für ungeförderte Anlagen festgeschrieben werden, lautet eine der Empfehlungen der Analyse. „Damit könnte die Politik zeigen, dass sie stärker auf den Markt setzt.“

Das Positionspapier befasst sich auch mit der Bereitstellung von Grünstrom für die Wasserstoffelektrolyse. Welche Potenziale grüner Wasserstoff auch für die Biogasbranche hat, lässt ein Projekt der TU Graz und des Start-ups Rouge H2 Engineering erahnen. Wie das hier entwickelte Chemical-Looping System funktioniert und welche Erzeugungskosten für den Wasserstoff denkbar wären, lesen Sie hier.

Zu den Themen der Vorwoche:

Erneuerbare, Biomasse, Netz und Flexibilitäten: Welche Prioritäten sieht die Industrie?

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