Elektromobilität schlägt Blockchain“: So oder so ähnlich könnte man die Einordnung der Branchentrends durch die Chefs deutscher Stadtwerke beschreiben. Wie die jetzt präsentierte Studie „Stadtwerke – fit für die Zukunft? 2019“ zeigt, sehen die Stadtwerke große Chancen in der Energiewende, hadern aber mit den Rahmenbedingungen. Die Studie zeigt auch, dass die Stadtwerke gerade mit Blick auf die neuen Geschäftsfelder bisweilen nicht „quer“ genug denken, da der Erfahrungsaustausch hauptsächlich innerhalb der Branche stattfindet.

Die Stadtwerke-Studie ist das Titelthema der jetzt erschienenen Ausgabe 19.2019 von EUWID Neue Energie. Dass im Gegensatz zu Elektromobilität und Ladeinfrastruktur Themen wie Big Data oder Blockchain eher selten im Fokus der Stadtwerke stehen, ist durchaus überraschend. „Wenn die Ladeinfrastruktur als so wichtig betrachtet wird, müssten die Teilnehmer logischerweise auch die Bedeutung der Analysetools hervorheben“, sagt Michael Spahn von der ING Bank, die gemeinsam mit dem „Neuen Kämmerer“ und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Herausgeber der Analyse ist.

Ein wichtiges Betätigungsfeld ist für viele Stadtwerke auch die Photovoltaik. Die Grünen im Bundestag fordern jetzt in einem Antrag, die verschiedenen Hemmnisse für Photovoltaik und Mieterstrom aufzulösen, um der in der Bevölkerung besonders akzeptierten Technologie einen neuen Schub zu geben.

In einem Antrag spricht sich die Bundestagsfraktion unter anderem für die Anhebung der Grenze für die verpflichtende Direktvermarktung von Strom aus Photovoltaikanlagen von 100 kWp auf 500 kWp aus. Zudem müssten „zumindest Anlagen bis zu einer Leistung von 30 kWp“ von der Zahlung der EEG-Umlage auf Eigenstrom befreit und die Möglichkeiten der neuen EU-Richtlinie RED II „konsequent genutzt“ werden.

EUWID Themenpaket Neue Vermarktungsmodelle für erneuerbare Energien


Die Stromgestehungskosten von Photovoltaik und Windenergie sind massiv gesunken, zudem rückt die Post-EEG-Phase für viele Anlagen näher. Was bedeuten diese Trends für die Vermarktung erneuerbarer Energien? EUWID Neue Energie hat zu diesem Thema jetzt ein neues Angebot geschnürt, das aus drei Bausteinen besteht:

EUWID Themenpaket Neue Vermarktungsmodelle für erneuerbare Energien:

Weitere Informationen zum Themenpaket Neue Vermarktungsmodelle für erneuerbare Energien und eine Bestellmöglichkeit finden Sie hier.

Während beim Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland weiter auf einen Plan zur Umsetzung des 65-Prozent-Ausbauziels gewartet wird, ist Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf europäischer Ebene aktiv, um gemeinsam mit Frankreich das Thema Batteriezellfertigung in der EU anzuschieben. Bis Ende Oktober sollen Entscheidungen über die milliardenschwere Förderung fallen.

Als wichtiger Teil der regenerativen Energieversorgung, aber auch der Entsorgungswirtschaft agieren die Betreiber von Altholzkraftwerken. Die Branche trägt tiefe Sorgenfalten mit Blick auf die anstehende Post-EEG-Phase auf der Stirn. Was die Märkte gegenwärtig umtreibt, lesen Sie ebenfalls in der aktuellen Ausgabe von EUWID Neue Energie. Die Kollegen der Schwesterpublikation EUWID Recycling & Entsorgung haben die aktuellen Markt- und Preistrends in Erfahrung gebracht, den entsprechenden Bericht finden Premium- und Digitalkunden von EUWID Neue Energie hier. (Beitragsbild: Thomas Reimer – stock.adobe.com)

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