Dena und Ademe befürworten geplante Erneuerung des Elysée-Vertrags

280
Frankreich-Deutschland-Flaggen
Quelle: Rawf8 - stock.adobe.com

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) und die französische Energieagentur Ademe begrüßen den Antrag, den Elysée-Vertrag neu aufzusetzen und hoffen, dass dadurch die Zusammenarbeit der Länder bei der Energie- und Klimapolitik intensiviert wird. Eine entsprechende Resolution für den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag soll heute, am 55. Jahrestag des Abkommens, vom Bundestag und der französischen Nationalversammlung verabschiedet werden.

Die Energiewende als europäisches Fortschrittsprojekt sollte im Zentrum der deutsch-französischen Zusammenarbeit stehen, so der Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, Andreas Kuhlmann. Dena und Ademe befürworteten die Idee, die Themen Klima und Energie in den Fokus eines neuen Elysée-Vertrags zu rücken. Neben den Konsultationen auf Regierungsebene sollen sich zukünftig auch Fachausschüsse der Parlamente in gemeinsamen Sitzungen eng abstimmen. So könne das Instrument zur Stärkung der deutsch-französischen Partnerschaft auch zur Vollendung der Europäischen Energieunion beitragen. Die dena wolle gemeinsam mit der Ademe und weiteren Kooperationspartnern die Initiative mit Leben füllen.

Gelegenheit, Energiewende in Europa voranzubringen

„Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich bietet die einmalige Gelegenheit, die Energiewende in Europa voranzubringen. Konkrete Projekte können dabei als Modell für weitere EU-Mitgliedsstaaten dienen“, so François Moisan, Exekutivdirektor für Strategie und Internationales bei der Adem. „Insbesondere Maßnahmen wie die Schaffung eines grenzüberschreitenden Smart Grids sowie die Stärkung der so genannten Eurodistrikte als länderübergreifende Regionen können zu diesem Ziel beitragen.

Grenzübergreifendes Smart Grid auf Verteilnetzebene

Im Rahmen der Deutsch-Französischen Energieplattform – eines gemeinsames Vorhabens von dena und Adema – entstehen nach Angaben der dena bereits seit 2015 konkrete bilaterale Energieprojekte. Besonders in den Grenzregionen stecke dabei großes Potenzial. Die „Smart Border Initiative“ setze zum Beispiel genau dort an. Sie zeige die Vorteile einer grenzübergreifenden Zusammenarbeit in der Praxis im deutsch-französischen Grenzgebiet Saarland/Lothringen. Unter anderem werde dabei das erste länderübergreifende Smart Grid auf Verteilnetzebene realisiert. 

9 Fragen und Antworten zum Beschluss des EP zu Erneuerbaren und Energieeffizienz

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein