In der zweiten Ausschreibungsrunde für Bioenergieanlagen ist das ausgeschriebene Volumen nur zu 34 Prozent gefüllt worden. Ein Beleg dafür, dass das Instrumentarium im Bioenergiebereich funktioniert, ist das sicher nicht. Immerhin ist aber die Beteiligung an der Ausschreibungsrunde etwas größer gewesen als in der ersten Runde: Seinerzeit war das Ausschreibungsvolumen nur zu 23 Prozent ausgeschöpft worden.

Mit den EEG-Ausschreibungen im Technologiebereich Bioenergie befasst sich der Titelbericht der heute veröffentlichten Ausgabe 39/2018 von EUWID Neue Energie. Der durchschnittliche, mengengewichtete Zuschlagswert aller Gebote liegt der Bundesnetzagentur zufolge bei 14,73 ct/kWh. Für Neuanlagen durfte maximal ein Wert von 14,73 ct/kWh geboten werden. Der Höchstwert für Bestandsanlagen betrug 16,73 ct/kWh.

Niedrigstes Gebot in zweiter Biomasse-Ausschreibung bei 10 ct/kWh

Die meisten bezuschlagten Projekte erhalten die maximal gesetzlich zulässige Zahlung. Das niedrigste Gebot, das einen Zuschlag erhielt, bietet Biomassestrom für 10 ct/kWh.

Als bemerkenswert sieht es die Bioenergiebranche an, dass in der zweiten Ausschreibungsrunde nicht nur Anlagen bezuschlagt wurden, die Rest- und Abfallstoffe einsetzen, sondern auch solche, die nachwachsende Rohstoffe nutzen. Für letztere lag die EEG-Vergütung bisher deutlich höher, sodass hier eine signifikante Kostensenkung erreicht worden sei.

Während die Ausschreibungen im Bioenergiebereich – zumindest in begrenztem Umfang – auch Bestandsanlagen eine Perspektive bieten, müssen sich Windkraftanlagenbetreiber für die Post-EEG-Phase eine andere Lösung einfallen lassen. Wie Daten der Übertragungsnetzbetreiber zeigen, steht das Gros der Anlagen, die bis 2025 aus der Förderung fallen, in Niedersachsen. Auch Brandenburg, NRW und Sachsen-Anhalt sind besonders betroffen. Auf die vier Länder entfallen zwei Drittel der Anlagenleistung, die bis 2025 nicht mehr über das EEG gefördert wird.

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Unsere Lese-Tipps für Ausgabe 39/2018 von EUWID Neue Energie

4. Der (betriebswirtschaftliche) Wert der Flexibilisierung von Biogasanlagen

Lohnt sich die Flexibilisierung von Biogasanlagen für die Betreiber?

1. Post-EEG-Phase im Windbereich in der regionalen Perspektive

Wo stehen die WEA, die zwischen 2021 und 2025 aus der EEG-Förderung fallen?

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