Daldrup & Söhne bestätigt Prognose für 2017 mit Gesamtleistung von rund 40 Mio. Euro

Positives Konzern-Halbjahresergebnis im Rahmen der Erwartungen

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Quelle: Daldrup & Söhne

Beim Bohrtechnik- und Geothermiespezialisten Daldrup & Söhne reicht der Auftragsbestand sowohl im Geschäftsbereich Tiefengeothermie als auch in den drei weiteren Geschäftsbereichen bis in das Jahr 2019. Wie das Unternehmen mitteilt, erwartet es erwartet aus bestehenden und neuen Ausschreibungen sowie laufenden Vertragsverhandlungen weitere Aufträge in allen Geschäftsbereichen.

Das Interesse auf Investorenseite insbesondere für größere Geothermiekraftwerksprojekte wachse. Eine Vielzahl neuer Planungen und Ausschreibungen kommunaler wie privater Investoren sei öffentlich geworden. Daldrup selbst entwickele bereits weitere Geothermiekraftwerksprojekte im bayrischen Molassebecken in Puchheim und im Oberrheingraben in Neuried.

Die Nachfrage in Mitteleuropa steige insgesamt signifikant an. Daldrup könne als etablierter Wettbewerber mit über 35 realisierten, großen Geothermiebohrungen an der steigenden Nachfrage partizipieren. Die wirtschaftliche Lage stimme den Vorstand der Daldrup & Söhne AG optimistisch, die Prognose für das Geschäftsjahr 2017 mit rund 40 Mio. € Gesamtleistung bei einer EBIT-Marge zwischen zwei und fünf Prozent erreichen zu können.

Geothermiekraftwerk Landau soll bis Jahresende in Regelbetrieb gehen

Beim Geothermiekraftwerk Landau rechnet der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Josef Daldrup, damit, zum Jahresende 2017 in den Regelbetrieb überzugehen. Die ersten Probeläufe des Geothermiekraftwerks Landau sind in der letzten Woche erfolgt. Die Betreibergesellschaft geox GmbH, eine Tochtergesellschaft der Daldrup & Söhne AG, hat die Sanierung der Kraftwerksanlage weitestgehend abgeschlossen. Alle Einzelkomponenten der Anlage wurden den Angaben zufolge erfolgreich getestet. Der Probebetrieb soll bis Ende November 2017 laufen. „Im Rahmen des Probebetriebs geht es nun ausschließlich um die Gesamtinbetriebnahme und Synchronisierung des Kraftwerkes“, so Daldrup.

Geothermiekraftwerk Taufkirchen: Stromproduktion voraussichtlich ab Ende 2017

Für das Geothermiekraftwerk Taufkirchen steht die Lieferung des ersten, von der Firma Kelvion gebauten Wärmetauschers unmittelbar bevor. Nach dem Einbau wird die Probebetriebsphase voraussichtlich bis Ende 2017 abgeschlossen sein, und mit der Stromproduktion in den Regelbetrieb übergehen zu können. Da in den Wintermonaten die Wärmeversorgung für die Gemeinden Taufkirchen und Oberhaching wirtschaftlich vorrangig ist, wird der zweite Wärmetauscher nach jetzigem Stand im Frühjahr 2018 in Betrieb genommen. Damit kann dann sukzessive die geplante Kapazität der Stromproduktion abgerufen werden.

EEG-Novelle: Weiter gute Rahmenbedingungen für Tiefengeothermie

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Tiefengeothermie hält das Unternehmen für weiterhin gut. Mit dem Inkrafttreten des novellierten EEG 2017 zum 1. Januar 2017 sind die Förder- und Rahmenbedingungen für die Geothermie weitestgehend bestätigtet worden. Das heißt, die Investitions- und Rechtssicherheit für laufende und geplante Projekte sind bis ins Jahr 2021 gegeben, und die Förderung bleibt mit 25,2 Cent pro kWh stabil. Zudem wird eine Degression des Vergütungssatzes um jährlich fünf Prozent erst ab 2021 einsetzen. Für die Geothermie in Deutschland bedeute das EEG 2017 auch, dass die Vergütung von Geothermiestrom – anders als für Wind- und Photovoltaik-Anlagen – nicht durch Ausschreibungen festgelegt wird. Die Politik hat die Vorteile der Geothermie auch für das Strommarktdesign 2.0 erkannt.

22,8 Mio. € Gesamtleistung im ersten Halbjahr im Konzern

Die Daldrup & Söhne AG hat im ersten Halbjahr 2017 im Konzern eine Gesamtleistung in Höhe von 22,8 Mio. € erwirtschaftet, nach 21,0 Mio. € im ersten Halbjahr 2016. Sie enthält neben dem Umsatz unfertige Leistungen aus in Arbeit befindlichen, noch nicht schlussgerechneten Bohraufträgen in Höhe von 17,3 (13,7 Mio. €). Die Geschäftslage von Januar bis Juni 2017 war den Angaben zufolge geprägt sowohl durch eine gute Auftragslage und Auslastung in den Geschäftsbereichen Wassergewinnung, Rohstoffe & Exploration und Umweltdienstleistungen als auch durch große, laufende Bohraufträge für Geothermieprojekte in Belgien und in Deutschland.

Die Nachfrage nach Bohrdienstleistungen und nach schlüsselfertigen Geothermiekraftwerken zeigte sich von Investorenseite und von Kommunen sehr rege. Der Auftragsbestand lag zum 31. August 2017 bei über 75 Mio. €. Das Ebitda lag zum Stichtag bei 2,3 (2,2) Mio. €. Im Konzern wurde ein EBIT in Höhe von einer halben Mio. € erzielt, nach 400.000 € in den ersten sechs Monaten 2016.

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