Daldrup rechnet bei Geothermiekraftwerken Landau und Taufkirchen bald mit Regelbetrieb

Prognose für EBIT-Marge zwischen 2 und 5 Prozent

321
Geothermie-Bohrung
Quelle: RGtimeline - stock.adobe.com

Mit den Kraftwerken Taufkirchen und Landau verwirklicht die Daldrup & Söhne AG den ersten wesentlichen Meilenstein der Transformation der Geschäftsaktivitäten vom Bohrdienstleister zum unabhängigen mittelständischen Energieversorger. Kontinuierliche Cashflows aus dem Verkauf von Strom und Wärme werden die Ertrags- und Liquiditätssituation in der Daldrup-Gruppe nachhaltig stabilisieren, berichtete der Spezialist für Bohr- und Umweltdienstleistungen, Tiefengeothermie-Kraftwerksprojekte sowie Kraftwerksbetreiber bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2017.

Das Kraftwerk Landau läuft seit dem vierten Quartal 2017 im Probebetrieb, und seine Produktivität ist nach Angaben des Unternehmens sehr zufriedenstellend. Der formale Übergang in den Regelbetrieb sollte zeitnah im laufenden Geschäftsjahr erfolgen können. Das Kraftwerk Taufkirchen hat im ersten Quartal 2018 nach Installation des neuen Wärmetauschers mit der Stromproduktion im Rahmen des System- und Testbetriebs begonnen, Strom in das öffentliche Netz einzuspeisen. Ein weiterer Wärmetauscher soll ab der zweiten Jahreshälfte 2018 hinzugeschaltet werden, sodass dann aus heutiger Sicht die Stromproduktion sukzessive in den Volllastbetrieb übergehen wird.

Das Kraftwerksprojekt Neuried wird in diesem Jahr mit den zu erwartenden Genehmigungen der zuständigen Behörden zügig weiter entwickelt. Ziel sei es, im laufenden Geschäftsjahr mit einem finanzierenden Projektpartner mit dem Bohrplatzbau auf dem eigenen Grundstück beginnen zu können. Das geothermische Heizwerkprojekt Puchheim soll nach dem Bürgerentscheid mit den örtlichen Partnern final abgestimmt werden und dann in den Jahren 2019 und 2020 umgesetzt werden.

Guter Start in das Geschäftsjahr 2018, Auftragsbestand auf Rekordhoch

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 geht der Vorstand im Konzern aufgrund der guten Auftragslage von einer Gesamtleistung in Höhe von rund 40 Mio. € und einer EBIT-Marge zwischen 2 Prozent und 5 Prozent aus. In der Prognose sind erstmals Umsätze in Höhe von 5 Mio. € und ein EBIT-Beitrag von rund 1 Mio. € aus den Geothermiekraftwerken Landau und Taufkirchen enthalten. Der Start in das laufende Geschäftsjahr verlief in allen Geschäftsbereichen gut, heißt es.

Ende Mai 2018 erreichte das Auftragsvolumen mit 49 Mio. € einen historischen Höchststand. Auch für 2019 zeichnet sich die Fortsetzung der sehr regen Nachfrage von Unternehmen, Investoren, privatwirtschaftlichen Zweckverbänden und Kommunen für die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens ab. Die Auftragspipeline zeigte Ende Mai 2018 ein „belastbares und bewertetes Auftragsinteresse von rund 98 Mio. €“, so die Daldrup & Söhne AG.

2017 erzielte Daldrup Gesamtleistung von 43,0 Mio. €

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte die Daldrup & Söhne AG nach testierten Zahlen im Konzern eine Gesamtleistung in Höhe von 43,0 (39,5) Mio. €. Der Umsatz lag mit 24,8 Mio. € unter dem Vorjahreswert (31,1 Mio. €), da ein – inzwischen abgerechnetes – großes Bohrprojekt in den Niederlanden nicht schlussgerechnet werden konnte.

Das Geschäftsjahr 2017 war geprägt durch eine sehr gute Auftragslage in allen vier Geschäftsbereichen (Geothermie, Rohstoffe & Exploration, Wassergewinnung sowie Environment, Development & Services (EDS). Daneben erfolgte die erfolgreiche Aufnahme des Probebetriebs zur Stromproduktion des Geothermiekraftwerks Landau, an dem Daldrup weitere 50 Prozent (auf 90 Prozent) am Kraftwerk von der Pfalzwerke AG übernommen hatte.

Im Konzern erzielte Daldrup ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) von 4,7 (4,6) Mio. €. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beträgt 1,1 Mio. € (951.000 €). Die EBIT-Marge, bezogen auf die Gesamtleistung, liegt bei 2,6 Prozent. Damit hat die Daldrup-Gruppe das prognostizierte Ziel für das Geschäftsjahr 2017 mit einer Gesamtleistung von 43 Mio. € übertroffen bzw. das angestrebte EBIT-Intervall von 2 Prozent bis 5 Prozent der Gesamtleistung gut erreicht. Insgesamt ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 20.000 (152.000) €.

Bundesverband Geothermie: Steuern und Abgaben für Geothermiestrom angleichen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein