In den Zahlenwerken der meisten Unternehmen, die aktuell über die Geschäfte im Vorjahr berichten, sind noch keine Spuren der Corona-Krise zu erkennen. Doch die Unsicherheit ist groß – und erste Analysen zeigen, wie Technologie-Lieferketten und Neuinstallationen unter der Pandemie leiden. Die Bundesnetzagentur hat erste Fristen gelockert, um die Unternehmen zu unterstützen, weitere Schritte sind aus Sicht der Branche erforderlich.

Auf dem Titel der Ausgabe 14.2020 von EUWID Neue Energie befassen wir uns diese Woche allerdings nicht mit Corona – auch um einen Kontrapunkt zu setzen: Ungeachtet der Krise muss Energie sicher zur Verfügung gestellt werden, die Branche kann nicht stillstehen und sich nicht ausschließlich mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie befassen. Der Titelbericht wirft einen Blick auf die Entwicklung der europäischen Märkte für Herkunftsnachweise, die auch vor dem Hintergrund von Post-EEG und PPA in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen dürften.

Einen Schwerpunkt der Ausgabe bildet die Bilanz des Jahres 2019 – sowohl volkswirtschaftlich als auch betriebswirtschaftlich. Die gesamtwirtschaftliche Perspektive zeigt, dass die erneuerbaren Energien im abgelaufenen Jahr weiter an Bedeutung gewonnen haben; und dass die Energiewirtschaft in den vergangenen Jahren der große Treiber der Dekarbonisierung in Deutschland war.

Auch auf der betriebswirtschaftlichen Ebene sind die erneuerbaren Energien 2019 ein Erfolgsfaktor gewesen. Nicht nur für die EnBW, die mit ihrer strategischen Ausrichtung auf Erneuerbare und Netze auf einem guten Weg zu sein scheint. Auch der BayWa-Konzern verdient mit den Erneuerbaren mittlerweile deutlich mehr als im klassischen Energiegeschäft. (Nachweis für Beitragsbild: Ahmet Aglamaz – stock.adobe.com)

Unsere Topthemen der Woche:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein