Bundesnetzagentur legt erste Untersuchungsrahmen für Südlink fest

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Im Zuge des Netzausbaus hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) jetzt die ersten Untersuchungsrahmen für das aus zwei Vorhaben bestehende Gleichstromübertragungsprojekt Südlink festgelegt. Sie beziehen sich auf die Abschnitte von Gerstungen in Thüringen nach Arnstein sowie Grafenrheinfeld in Bayern. Darin wurde nun auf Grundlage der Hinweise aus den Antragskonferenzen festgelegt, welche Unterlagen die Übertragungsnetzbetreiber der Behörde noch vorlegen müssen, erklärte BNetzA-Präsident Jochen Homann.

Einzureichen seien unter anderem Unterlagen zur raumordnerischen Beurteilung und zur Strategischen Umweltprüfung, die die BNetzA zur Fortführung des Verfahrens über die Festlegung von Strom-Trassenkorridoren benötigt.

Das aus zwei Vorhaben bestehende Projekt Südink – Vorhaben 3 von Brunsbüttel nach Großgartach und Vorhaben 4 von Wilster nach Grafenrheinfeld – soll vorrangig als Erdkabel verwirklicht werden. Nur ausnahmsweise kann auf einzelnen Abschnitten eine Freileitung zum Tragen kommen. Ein Freileitungsprüfverlangen, das im Rahmen der Antragskonferenz durch eine Gebietskörperschaft gestellt werden konnte, ist für diese Abschnitte aber nicht geltend gemacht worden, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.

Bereits im Mai öffentliche Antragskonferenzen durchgeführt

Zur Erstellung der Untersuchungsrahmen hatte die Bundesnetzagentur bereits  im Mai 2017 öffentliche Antragskonferenzen in Ilmenau, Bad Kissingen und Fulda durchgeführt und dabei viele hilfreiche Hinweise aus der Region von den Bürgern, Verbänden und Behörden zu den Trassenkorridorvorschlägen erhalten. Der Freistaat Thüringen hatte im Rahmen der Antragskonferenz in Ilmenau Trassenkorridoralternativen eingebracht. Bereits am 3. August 2017 hatte die Bundesnetzagentur daher den Vorhabenträgern aufgegeben, diese Vorschläge einer Grobprüfung zu unterziehen. Das Ergebnis hierzu steht noch aus.

Vorhabenträger Tennet und TransnetBW

Insgesamt hat die Bundesnetzagentur in den vergangenen Monaten elf Antragskonferenzen zum Stromnetzausbau-Projekt Südlink durchgeführt. Die Vorhabenträger Tennet und TransnetBW hatten für diese Abschnitte am 17. März 2017 jeweils einen Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Die Anträge enthielten einen Vorschlag für den beabsichtigten Verlauf des Trassenkorridors sowie eine Darlegung infrage kommender Alternativen.

Die aufgrund der Untersuchungsrahmen vervollständigten Antragsunterlagen werden sodann zunächst Gegenstand einer weiteren Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung sein. Die Anträge und weitere Informationen hierzu sind jeweils zu finden unter: www.netzausbau.de/vorhaben3-d und www.netzausbau.de/vorhaben4-d

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