BSW: Corona-Pandemie führt zu Verzögerungen bei Errichtung von Solarparks

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Solarpark (Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Hofkirchen-Edlham in Niederbayern im Landkreis Passau.
Symbolbild Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Hofkirchen-Edlham in Niederbayern im Landkreis Passau (Nachweis: Eberhard - stock.adobe.com)

Infolge der Corona-Pandemie kommt es bei der Planung und Fertigstellung von Photovoltaik-Solarparks in Deutschland inzwischen teilweise zu Verzögerungen. Darauf weist der Branchenverband BSW hin. Große Klimaschutzprojekte drohten ihre Förderfähigkeit zu verlieren und zu scheitern, da sie die gesetzlichen Fristen zur Fertigstellung nicht mehr einhalten könnten. Ihre Ursache haben diese Verzögerungen laut BSW häufig in längeren Lieferzeiten für Solarkomponenten, aber auch in Personalengpässen im Handwerk und bei Bauämtern sowie bei Satzungsbeschlüssen von Bebauungsplänen.

Der Verband appelliert vor diesem Hintergrund an die Bundesregierung, die Realisierungsfristen bei Solarparks im Rahmen der EEG-Auktionen zu verlängern und Strafzahlungen erst bei längeren Verzögerungen zu verhängen. „Derartige Umstände Höherer Gewalt dürfen nicht dazu führen, dass wertvolle Klimaschutzprojekte platzen und Projektierer in ihrer Existenz bedroht werden“, sagt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW. „Wir hoffen, dass der Gesetzgeber hier schnell für Abhilfe sorgen wird“

BSW rechnet weiter mit großem Interesse an PV-Ausschreibungen

Das Investoreninteresse an der Photovoltaik sei ungeachtet der vorübergehenden Projektverzögerungen „ungebrochen hoch“. Die PV-Ausschreibungen der Bundesnetzagentur waren zuletzt mehrfach überzeichnet. Der BSW erwartet, dass sich das auch bei künftigen Solarauktionen nicht ändern wird.

Der BSW forderte die Bundesregierung auf, die Photovoltaik-Ausbauziele von derzeit rund 2,5 Gigawatt im Jahr auf 10 Gigawatt zu erhöhen. „Eine stärkere Solarisierung der Energieversorgung ist nicht nur klimapolitisch überfällig. Sie wäre auch ein willkommener Konjunkturmotor für Mittelstand und Handwerk – im zweistelligen Milliardenbereich allein in den kommenden drei Jahren“, meint Körnig.

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