Branchenverbände begrüßen Berufung von Andreas Feicht zum Energie-Staatssekretär im BMWi

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Neuer Energie-Staatssekretär im BMWi, Andreas Feicht (Bildquelle: Wuppertaler Stadtwerke)

Andreas Feicht (47) ist neuer Energie-Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Branchenverbände begrüßten die Entscheidung, die lange auf sich hat warten lassen. Der Posten war seit Amtsantritt von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) im vergangenen März vakant – er gilt als Schlüsselstelle zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende.

Feicht, der seit 2007 Vorsitzender der Geschäftsführung der WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH und der WSW mobil sowie Vorstandsvorsitzender der WSW Energie & Wasser AG ist, wechselt zum 1. Februar in die Führungsspitze des BMWi.

Feicht blickt zudem auf sechs Jahre als Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) zurück, ebenso lang war er Vorsitzender des Leitungsausschusses Energie. Dem europäischen Dachverband der Stadtwerke, CEDEC, diente Feicht vier Jahre als Vizepräsident sowie ein Jahr als Präsident. Laut VKU wird diese europäische Erfahrung für Deutschlands Energiepolitik von hoher Bedeutung sein.

„Chance für eine beschleunigte dezentrale erneuerbare Energiewirtschaft”

Der Bundesverband Windenergie (BWE) sieht in der Berufung Feichts eine „Chance für eine beschleunigte dezentrale erneuerbare Energiewirtschaft“ und erhofft sich neue Impulse für eine konzentrierte Umsetzung des Koalitionsvertrags. Es sei ein wichtiges Signal, dass Altmaier mit seinem neuen Energie-Staatssekretär einen ausgewiesenen Praktiker der kommunalen Energiewirtschaft für diese Schlüsselposition zur weiteren Ausgestaltung der Energiewende gewinnen konnte, sagte Hermann Albers, Präsident des BWE.

„Feicht ist zupackender und undogmatischer Energiewende-Manager”

Laut DVGW-Vorstandsvorsitzendem Prof. Gerald Linke hat sich Altmaier einen „zupackenden und undogmatischen“ Energiewende-Manager an seine Seite geholt. Es sei wichtig, so Linke, dass die energiepolitische Agenda des BMWi nicht mehr auf eine „all electric world“ verengt ist, sondern weitere transformative Pfade ausdrücklich einschließt. Dazu gehöre, dass das Energiewendepotenzial von Gasinfrastrukturen insbesondere bei der Sektorkopplung und bei Power-to-Gas hervorgehoben werde. Auch das ausdrückliche Bekenntnis zur Kraft-Wärme-Kopplung und zum Ausbau von LNG-Infrastrukturen sowie zur Stärkung der Wasserstofftechnologien sind für den DVGW starke Signale pro Gas.

Ebenso erfreut zeigte sich der BDEW. Die Berufung eines ausgewiesenen Energieexperten sei die beste Voraussetzung dafür, um die dringenden Baustellen – wie die Beschleunigung des Netzausbaus sowie den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien und ihre Marktintegration – voranzutreiben, erklärte der Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung Stefan Kapferer.

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