BP beschließt Ausstieg aus der Windenergie in den USA

Der britische Ölkonzern BP zieht sich aus dem Windkraftgeschäft zurück. Der Konzern will seine Anteile an 16 Windparks in den USA und weiteren Projekten verkaufen. Künftig wolle man sich auf das Kerngeschäft Öl und Gas konzentrieren, erklärte ein BP-Sprecher am Mittwoch in London. Der Bereich Windenergie passe nicht mehr länger zur Strategie des Unternehmens. Bei den Parks handelt es sich laut Unternehmensmitteilung um eine Gesamtkapazität von 2.600 MW. Trotz des Verkaufs werde man weiter in Erneuerbare und vor allem die Produktion von Bio-Treibstoff investieren, hieß es. Der Konzern versucht mit Verkäufen die Kosten für die von ihm verschuldete Ölpest im Golf von Mexiko zu begleichen. Die Havarie der Ölplattform "Deepwater Horizon" im Jahr 2010 kostet BP 42 Milliarden US-Dollar. Um die Kosten tragen zu können, sollen Geschäftsteile im Wert von 38 Mrd. Dollar verkauft und der Fokus künftig allein auf das ertragreiche Öl- und Gasgeschäft gelegt werden. Für seine Windkraftanlagen in den USA hofft BP nun auf lukrative Angebote. Sein Engagement in den erneuerbaren Energien würde der Konzern mit dem Verkauf deutlich zurückfahren. Übrig blieben nur die Bioethanol-Projekte in Brasilien.

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