Bosch und ads-tec gehen Sektorkopplung gemeinsam an

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Batteriespeicher ads-tec
Quelle: ads-tec

Der Technologiekonzern Bosch weitet sein Engagement im Bereich Energiespeicher im Gebäude- und Quartiersbereich aus. Dazu haben die Stuttgarter jetzt eine 39-prozentige Beteiligung an der ads-tec Energy GmbH, einer Tochter der ads-Gruppe mit Sitz in Nürtingen, erworben. Ein entsprechender Vertrag wurde jetzt in Wernau unterzeichnet und steht unter dem Vorbehalt der aufsichts­behördlichen Genehmigungen. Über die finanziellen Details der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart. 

Gemeinsam mit ads-tec Energy könne Bosch umfassende Systeme für das dezentrale Energiemanagement in Gebäuden und Wohnquartieren anbieten, sagt Uwe Glock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bosch Thermotechnik GmbH. Die Beteiligung an ads-tec Energy passe strategisch perfekt zur Ausrichtung als „digitales Klima- und Energieunternehmen“.

Dezentrale, digitale elektrische Energiesysteme werden aus der Nische in die breite Fläche unseres Alltags entwickelt werden

„Dezentrale, digitale elektrische Energiesysteme werden aus der Nische in die breite Fläche unseres Alltags entwickelt werden“, ist sich ads-tec-Geschäftsführer Thomas Speidel sicher. Regenerative Energien, Elektromobilität sowie die immer wichtigere Rolle von elektrischer Energie im Bereich der Wärme seien Wachstumstreiber für neue Produkte und Lösungen.

Sektorkopplung im Blick: Zahl der Produkte und Geschäftsmodelle wird zunehmen

Glock und Speidel sehen große Wachstumspotenziale beim Management dezentraler Energiesysteme in Städten und Quartieren. Dabei sei die intelligente Sektorkopplung ein „wichtiger Schlüssel, um künftig die Anforderungen der Menschen an die Energieversorgung in ihren Wohngebieten zu erfüllen“. Es sei wichtig, sich hier strategisch als starker Anbieter ganzheitlicher Systemlösungen und Services zu positionieren.  

Bei der Sektorkopplung werden verschiedene Energieformen – wie beispielsweise Strom, Gas bzw. Wärme/Kälte – über Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen, Photovoltaik und zukünftig vermehrt auch Elektromobilität miteinander verbunden und transformiert. Dabei werden auch zunehmend Produkte und Lösungen für Privathaushalte, Industriebetriebe, Energieversorger und Infrastrukturbetreiber entwickelt und angeboten, heißt es seitens der Unternehmen. Digitalisierung und intelligentes Management spielen dabei eine entscheidende Rolle. „Das Internet der Dinge wird hier insbesondere auch zum Internet der dezentralen Energieversorgung.“

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