BMWi stellt Förderprogramm für Bioenergie neu auf

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Bioenergieforschung setzt auf biogene Rest- und Abfallstoffe
Quelle: DBFZ

Das Förderprogramm „Energetische Biomassenutzung“ wird zu dem Förderbereich „Energetische Nutzung biogener Rest- und Abfallstoffe“. Im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“ erhält der neue Förderbereich im Jahr 2019 eine Förderung von 10 Mio. €, teilte das für die Programmbegleitung zuständige Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) mit. Insgesamt stellt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) bis 2022 für das 7. Energieforschungsprogramm ein Fördersumme von sechs Mrd. € bereit.

Der thematische Fokus der Bioenergie-Förderung liegt – wie bereits berichtet (EUWID 39/2018) – auf Systemintegration, Sektorkopplung, Biokraftstoffen, Digitalisierung und Technologietransfer. Die Ressourcenbasis umfasst biogene Rest- und Abfallstoffe, einschließlich Klärgas. Deren Einsatzspektrum zu erweitern und die Ressourceneffizienz zu steigern, ist das Ziel der Förderung.

Systemintegration, Sektorkopplung, Biokraftstoffe, Digitalisierung und Technologietransfer im Fokus

Im Fokus der Förderung stehen beispielsweise Weiterentwicklungen von Bioenergieanlagen und -konzepten im Hinblick auf ein erfolgreiches Zusammenspiel der Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Ein weiterer Schwerpunkt ist der kombinierte Einsatz erneuerbaren Stroms zur Strom- und Wärmeversorgung oder im Verkehrsbereich (Systemintegration und Sektorkopplung). Erklärtes Ziel ist ferner die Verbesserung der Produktionsverfahren flüssiger und gasförmiger Biokraftstoffe, insbesondere für den Schwerlastverkehr sowie die Luft- und Schifffahrt. Im Wärmebereich werden vor allem kleine kompakte Feuerungen mit flexiblem Brennstoffeinsatz für Niedrigenergie- und Passivhäuser, Quartiere und Nahwärmenetze sowie neuartige biomassebasierte Hybrid- und Multibridsysteme gefördert.

Online Projektpartner finden

Eine hohe Beteiligung von Klein- und mittelständischen Unternehmen sowie Start-ups ist ausdrücklich erwünscht. Dank der neuen Online-Partnersuche des Forschungsnetzwerks Bioenergie können sich Interessierte bereits jetzt zu passenden Partnern aus den bestehenden Projekten des Netzwerks informieren.

Zwei neue Einreichungsstichtage pro Jahr

Ideengeber können ihre Projektskizzen ab 2019 zu jeweils zwei Stichtagen voraussichtlich am 1. März und 1. September über das Förderportal easy-Online einreichen. Ansprechpartnerin für die Projektförderung des BMWi zu Bioenergie im Projektträger Jülich (PtJ) ist Lena Panning (Tel. 030/20199-3132, l.panningfz-juelich.de).

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