BMWi-Barometer: Bei der Digitalisierung der Energiewende gibt es noch viel zu tun

Zentrales, übergreifendes Projektmanagement empfohlen

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Digitalisierung-Symbolbild
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Bei der Digitalisierung der Energiewende gibt es noch viel zu tun. Laut dem „Barometer Digitalisierung der Energiewende“, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) jetzt erstmals für das Berichtsjahr 2018 veröffentlicht hat, hakt die Umsetzung noch an so mancher Stelle. Das Digitalisierungsbarometer betrachtet in jährlichen Fortschrittsberichten den Umsetzungsstand des Gesetzes für die Digitalisierung der Energiewende (GDEW).

Der Bericht verdeutlicht laut dem BMWi, wie wichtig die Digitalisierung für das Gelingen der Energiewende ist. Mit der ersten Zertifizierung eines Smart-Meter-Gateways Ende Dezember 2018 sei zwar bereits ein wichtiger Meilenstein erreicht und ein zentrales Signal für ein zukunftstaugliches Smart Grid gesetzt.

Zugleich sieht der Bericht jedoch noch Potenzial bei der weiteren Umsetzung des am 2. September 2016 in Kraft getretenen Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) und bei der Ausschöpfung der Vorteile für Energie- und Verkehrswende. Hierzu wird unter anderem ein zentrales, übergreifendes Projektmanagement empfohlen.

Weitere Gutachten zu neuen Geschäftsmodellen, Sektorkopplung und TK-Anbindung geplant

Zusätzlich zum Barometer, mit dem das BMWi Ernst & Young (EY) beauftragt hat, will das BMWi zeitnah weitere Gutachten zu wichtigen Themen im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Energiewende vorlegen. Diese werden sich mit neuen Geschäftsmodellen, Sektorkopplung und der notwendigen Telekommunikationsanbindung befassen.

Laut dem Barometer wird der systemische und sektorübergreifende Ansatz des GDEW heute nur sehr unzureichend gelebt. Es nennt als Kernursache das Festhalten an traditionellen Strukturen und Arbeitsweisen. Die Digitalisierung erfordere flexibles Denken und Handeln, um sich schnell an neue Entwicklungen anpassen zu können. Hierarchische und bürokratische Strukturen seien dabei hinderlich. In den kommenden Digitalisierungsbarometern soll daher der Schwerpunkt darauf liegen, zu verfolgen, wie sich die verschiedenen Gruppen an die veränderten Anforderungen der Digitalisierung – strukturell und in ihren Arbeitsweisen – angepasst haben.

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Wie sollen Politik, Behörden, Verwaltung, Energiebranche und Industrie sowie Bund und Länder zusammenarbeiten?

Ein weiterer Schwerpunkt werde in der Analyse liegen, wie die verschiedenen Stakeholder, Politik, Behörden, Verwaltung, Energiebranche und Industrie sowie Bund und Länder, zusammenarbeiten. Das Denken und Arbeiten in „Silos“ müsse überwunden werden. Die Energiewende könne nur gelingen, wenn alle gemeinsam an der Erreichung der Energiewendeziele arbeiten. Dazu sei die Digitalisierung der Energiewende eine Grundvoraussetzung – diese Sicht werde im Übrigen noch nicht flächendeckend geteilt, was die Umsetzung des GDEW zusätzlich hemme.                                                                      

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