Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert weitere 100 Mio. € in die Batterieforschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen: Als Teil des Dachkonzepts „Forschungsfabrik Batterie“ sollen vier weitere Batterie-Kompetenzcluster dazu beitragen, die Batterieforschung in Deutschland entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken. (Beitragsbild: romaset/stock.adobe.com)

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht in der Batterietechnologie eine entscheidende Schlüsseltechnologie der Zukunft: „Das beginnt bei der Mobilität, geht über die Energiespeicherung in Stromnetzen und Haushalten und endet noch lange nicht bei industriellen Anwendungen, Medizingeräten oder Powertools. Die Batterie ist für unseren Innovations- und Wirtschaftsstandort von vielfältiger Bedeutung.“

Deutschland wieder „Hotspot“ 

In den vergangenen zehn Jahren sei die Batterieforschungslandschaft in Deutschland neu aufgestellt worden, so Karliczek. Diese Arbeit trage nun Früchte: Deutschland sei mittlerweile wieder im besten Sinne ein „Hotspot“ in der Batterieforschung, erklärte die Ministerin. Nun soll mit den vier neuen Batterie-Kompetenzclustern die Batterieforschungslandschaft in Deutschland weiter. gestärkt werden. Die Themen reichen von Produktion und Nutzungskonzepten über Recycling bis zur Qualitätssicherung. Das Dachkonzept
„Forschungsfabrik Batterie“ bereite so den Weg für neue und bessere Batterietechnologien ‚made in Germany’.

Die vier neuen Batterie-Kompetenzcluster, die operativ im Oktober dieses Jahres starten, beschäftigen sich mit folgenden Batterieinnovationen:

1. Intelligente Batteriezellproduktion (InZePro):

Im Fokus steht die Erhöhung und Flexibilisierung der Produktivität der Zellproduktion. Erreicht werden soll dies durch eine ganzheitliche Optimierung des Produktionssystems unter Einsatz von Lösungen der Industrie 4.0. Schwerpunkte sind dabei: Innovative agile Anlagentechnik, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz (KI) in der Produktion sowie virtuelle Produktionssysteme. (Fördersumme: rund 30 Mio. €)

2. Recycling / Grüne Batterie (greenBatt):

Zentrales Handlungsfeld des Kompetenzclusters ist die systematische Gestaltung des Batterielebenszyklus, die Berücksichtigung und Weiterentwicklung effizienter Recyclingtechnologien und die Integration von rückgewonnenen Materialien in die Batteriezellproduktion. Ziel ist es, Stoffkreisläufe zu schließen. (Fördersumme: rund 30 Mio. €)

3. Batterienutzungskonzepte (BattNutzung):

Ziel ist das tiefgehende Verständnis von Batteriezuständen und -verhalten, um zu entscheiden, wann die Zweitnutzung (Second Use) von Batteriespeichern möglich und für welche Anwendung sinnvoll ist. (Fördersumme: rund 20 Mio. €)

4. Analytik / Qualitätssicherung (AQua):

Die stete Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig langer Lebensdauer und hoher Sicherheit von Batterien erfordert Kompetenzen zur Analyse und Qualitätssicherung. Ziel ist die gemeinschaftliche Erarbeitung von Methoden, Strategien und Standards. (Fördersumme: rund 20 Mio. €)

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