Die Blockchain-Technologien sind in der energiewirtschaftlichen Realität angekommen, allerdings lässt der regulatorische Rahmen gegenwärtig eine breitere Marktdurchdringung noch nicht zu. Gleichwohl gewinnt das Thema gerade mit Blick auf Peer-to-Peer-Regionalstrommodelle als Lösungsansatz für die Post-EEG-Phase schon jetzt an Bedeutung.

Die aktuelle Diskussion über Status und Perspektiven der Blockchain haben wir auf dem Titel der jüngsten Ausgabe von EUWID Neue Energie zusammengefasst. Auf einer Tagung des Forums für Zukunftsenergien in Berlin haben Blockchain-Experten die Potenziale und Grenzen der Technologie ausgelotet.

Blockchain-basierte Regionalstrommodelle: Zahl der Projekte wächst

Fazit: Die Blockchain-Technologien bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber klassischen Netzwerken, unter anderem einen hohen Grad an Automatisierung, Kostenreduktionen und Sicherheit. Der gegenwärtige regulatorische Rahmen passt aber nicht zu dem, was die Blockchain am Energiemarkt leisten könnte. Diesen Beschränkungen zum Trotz wächst die Zahl an Blockchain-basierten Regionalstrommodellen. In Ausgabe 7/2019 von EUWID Neue Energie nehmen wir aktuelle Projekte der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) und von enviaM in den Blick.

In der Bioenergiebranche wachsen derweil die Sorgen um Bestand und Zubau. Die im EEG festgelegten Ausschreibungsvolumina für Biomasse enden im Jahr 2022. Ohne eine Verlängerung werde die Stromerzeugung aus Biomasse bis Anfang der 2030er vollständig wegbrechen, heißt es in einer Stellungnahme mehrerer Bioenergieverbände. Sie fordern die Bundesregierung auf, die Ausschreibungsvolumina bis 2030 fortzuschreiben, um eine Stabilisierung des Beitrags der flexiblen und steuerbaren Technologie sicherzustellen.

Power Purchase Agreements (PPA): Zahl der Anwendungsbereiche wächst

Während die Bioenergie gegenwärtig nur schwer ohne unterstützende Förderung am Strommarkt bestehen kann, sind die Perspektiven etwa für die Photovoltaik andere. Bereits in ein bis zwei Jahren könnten langfristige Stromabnahmeverträge (PPA) als Vermarktungsmodell für große PV-Anlagen relevant werden. Die EnBW hat sich zum Ziel gesetzt, einen 175-MW-Solarpark in Brandenburg ohne Förderung zu realisieren.

Die Perspektiven von PPA in Deutschland sind auch Gegenstand des PPA-Dossiers von EUWID Neue Energie, das Sie hier finden. In wenigen Wochen erscheint eine Sonderpublikation zum Thema. Ab diesem Zeitpunkt bieten wir das PPA-Dossier im Einzelverkauf ohne Abo-Verpflichtung an. Interessenten an dem Angebot können sich in den Newsletter Neue Energie eintragen und werden über diesen Kanal informiert, sobald das neue Angebot verfügbar ist. (Beitragsbild: Sashkin – stock.adobe.com)

Noch ein weiterer Tipp zum Thema PPA: Am 26. Februar 2019 lädt Conexio nach Berlin ein zur Tagung „PPAs als neue Säule im Ausbau der erneuerbaren Energien“. Weitere Infos dazu hier.

Und das sollten Sie diese Woche in jedem Fall auf dem Schirm haben:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein