Blick ins Jahr 2050: Fossiles Energiesystem teurer als erfolgreiche Energiewende

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Die Energiewende wird bis 2050 nicht nur eine klimafreundliche Stromversorgung bringen, das Stromsystem wird mit der Energiewende wahrscheinlich auch kostengünstiger werden als mit einer Stromversorgung auf Basis von Kohle oder Gas. Demnach wird das gesamte Stromsystem auf Basis erneuerbarer Energien im Jahr etwa 64 Mrd. € kosten. Die Kosten für ein fossiles Stromsystem liegen im Durchschnitt von zwölf Szenarien bei 67 Mrd. €. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die vom Öko-Institut für Agora Energiewende erarbeitet wurde.

Das Ergebnis dieses Vergleichs ergibt, dass ein zu 95 Prozent auf erneuerbaren Energien basierendes Stromsystem im Jahr 2050 etwa 63 bis 64 Mrd. € kostet – inklusive aller Kosten für Anlagen, Netze und Speicher. Dies entspricht in etwa auch den heutigen Kosten des Stromsystems. Demgegenüber ist ein fossiles Stromsystem im Jahr 2050 in vier Szenarien deutlich teurer (75 bis 88 Mrd. €), vier fossile Szenarien kosten etwa ähnlich viel wie das Energiewende-Szenario (59 bis 69 Mrd. €) und vier fossile Szenarien sind deutlich billiger (45 bis 54 Mrd. €).

Klimaschutzziele werden in keinem fossilen Szenario erreicht

Eine genauerer Blick auf die Szenarien offenbart, unter welchen Bedingungen im Jahr 2050 eine fossile Stromwelt deutlich billiger wäre als die Energiewende-Welt: Im Fall des Kohlestromsystems gilt dies dann, wenn man die CO2-Kosten sehr niedrig ansetzt (20 Euro pro Tonne CO2) und im Fall einer Gas-Stromwelt nur dann, wenn man niedrige Gaspreise und gleichzeitig niedrige bis mittlere CO2-Kosten erwartet. Zudem wird deutlich, dass in keinem der fossil dominierten Szenarien die Klimaschutzziele erreicht werden. Die CO2-Emissionen im Energiewende-Szenario liegen hingegen nahe Null.

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