Biomethaneinspeisung nimmt deutlich zu

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In den Gasnetzen der Herkunftsländer der Mitglieder der Green Gas Initiative (GGI) ist die Biomethanmenge zwischen 2013 und 2016 um 50 Prozent gesteigert. Das geht aus dem GGI-Bericht „Biomethan – Natürliches grünes Gas“ hervor, der auf der Jahreskonferenz der Gas Infrastructure Europe (GIE) in Prag vorgestellt wurde. In Deutschland, Dänemark, Belgien, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Schweden wurden demnach im Jahr 2016 insgesamt rund 1,125 Mrd. Kubikmetern (entspricht elf Terawattstunden) Biomethan in die Erdgasnetze eingespeist. „Die deutliche Steigerung von Biomethan-Einspeisungen in unsere Gasnetze, die wir beobachten, ist ein Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den GGI-Mitgliedern“, sagte René Bautz, Geschäftsführer der Schweizer Gaznat, der GGI derzeit vorsteht. GGI ist überzeugt, dass Biomethan spürbar zur Senkung der CO2-Emissionen beitragen wird, sowohl im Bereich von traditionellen Erdgasanwendungen (beispielsweise im Wärmemarkt) als auch bei neueren Anwendungen wie der CNG- und LNG-Mobilität (Erdgas-Fahrzeuge). GGI fordert die europäischen politischen Entscheider auf, die Erneuerbare-Energien-Richtlinie zu überprüfen, um eine nachhaltige Entwicklung des europäischen Biomethanmarktes zu unterstützen. Die Novelle sollte nach Ansicht der GGI zwei Hauptziele beinhalten. Zum einen müsse der grenzüberschreitende Handel von erneuerbaren Gasen durch die Einführung eines europäischen Zertifikats erleichtert werden. Zum anderen sei es erforderlich, günstige und einfache Rahmenbedingungen für die Nutzung erneuerbarer Gase zu schaffen, insbesondere hinsichtlich der Anrechenbarkeit von Treibhausgas-Einsparungen. GGI besteht aus sieben unabhängigen Gasinfrastruktur-Unternehmen, die sich verpflichtet haben, bis 2050 im Bereich ihrer Transportinfrastruktur eine vollständig CO2-neutrale Erdgas-Versorgung zu erreichen. Neben Ontras Gastransport aus Deutschland zählen dazu Energinet aus Dänemark, Fluxys Belgium aus Belgien, Gaznat aus der Schweiz, Gasunie aus den Niederlanden, GRTgaz aus Frankreich und Swedegas aus Schweden.

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