Biomethan aus Bioabfall: Neue Anlagen in Frankfurt genehmigt

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Biogasanlage
Quelle: EUWID (Symbolbild)

Ab dem kommenden Jahr sollen rund 1.500 Frankfurter Haushalte mit aus Bioabfällen erzeugtem Biomethan versorgt werden. Diesem gemeinsamen Plan des Energieversorgers Mainova und der zur FES-Gruppe gehörenden Rhein-Main-Biokompost Gesellschaft (RMB) steht nichts mehr im Wege: Anfang November genehmigte das Regierungspräsidium (RP) Darmstadt den von Mainova beantragten Bau und Betrieb einer Biogas-Aufbereitungsanlage am Frankfurter Osthafen. Parallel erteilte das RP auch die erforderliche Änderungsgenehmigung für die benachbarte Bioabfallbehandlungs- und Biomasseaufbereitungsanlage der RMB.

Die Biogas-Aufbereitungsanlage der Mainova AG soll pro Jahr bis zu 5,1 Millionen Kubikmeter Rohgas verarbeiten können, das zu Biomethan aufbereitet in das öffentliche Gasversorgungsnetz eingespeist wird. Nachdem das RP auf Antrag von Mainova Anfang Juli einem vorzeitigen Baubeginn der Fundamente zugestimmt hatte, soll die Inbetriebnahme der Anlage bereits Anfang 2018 erfolgen.

Das in der Anlage aufbereitete Biogas stammt aus der benachbarten Bioabfallbehandlungsanlage der RMB und soll, wie vom RP nun genehmigt, mittels zweier Druckerhöhungsgebläse und oberirdischer Leitungen an die Mainova-Anlage abgegeben werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Regierungspräsidium einer Kapazitätserweiterung der RMB-Anlage zugestimmt: Durch den Bau eines zweiten, baugleichen thermophilen Propfenstrom- Fermenters erhöht sich die Gesamtkapazität der Anlage auf 123.000 Jahrestonnen (vorher: 55.000 Tonnen). Laut Genehmigungsbescheid entfallen davon 83.000 (vorher: 43.000) Tonnen auf die Behandlung von Bioabfällen, 20.000 (10.000) Tonnen auf den Umschlag von Bio- und Grünabfällen und 20.000 (5.000) Tonnen auf die Aufbereitung von Grünabfällen. Der neue Fermenter befindet sich seit kurzem im Probebetrieb.

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