Bioenergie vor dem “Lackmustest”: Startschuss für erste Ausschreibungsrunde

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Bei der Photovoltaik gibt es sie schon, bei Wind offshore und Wind onshore auch. Und nun folgt die Biomasse: Die Bundesnetzagentur hat die erste Runde der Ausschreibungen im Technologiesegment Bioenergie gestartet. Bis zum 1. September können Anlagenbetreiber sich um eine EEG-Förderung bewerben. Anders als bei den Ausschreibungen in den Technologiebereichen Wind und Solar richtet sich die Biomasse-Ausschreibung auch an Bestandsanlagenbetreiber – und bietet der Branche damit durchaus Chancen.

Was bei den Ausschreibungen zu beachten ist und welche Fehler es zu vermeiden gilt – darum geht es auf dem Titel der heute erschienenen Ausgabe 28/2017 von EUWID Neue Energie. Der Fachverband Biogas sieht die Ausschreibungen als „Lackmustest“ für die Bioenergiebranche, die es in der zu Ende gehenden Legislaturperiode nicht einfach hatte, sich zu behaupten.

titel EUWID Neue Energie 28/2017
EUWID Neue Energie 28/2017

Ob es für die Bioenergiebranche – und die anderen Erneuerbaren-Segmente in der kommenden Legislaturperiode leichter wird, wird sich im September entscheiden, wenn der neue Bundestag gewählt wird. Sollte die FDP in der kommenden Bundesregierung vertreten sein, dürfte der Gegenwind zunehmen. Die Partei spricht sich in ihrem Wahlprogramm für die Abschaffung des EEG aus und fordert einen größeren Abstand von Windkraftanlagen zu Wohngebieten. Was die Liberalen energiepolitisch sonst noch vor haben, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von EUWID Neue Energie.

Fast unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung hat der Preisanstieg an den Strommärkten im ersten Halbjahr eine deutliche Entlastung für das EEG-Konto gebracht. Das Volumen der Förderung ist nicht gestiegen – obwohl der Wind kräftig geweht und die Sonne ergiebig vom Himmel geschienen hat. Wie die Systematik der EEG-Differenzkosten ein solches Ergebnis nach sich ziehen kann, erläutern wir in Ausgabe 28/2017 von EUWID Neue Energie (und hier).

Worum es in EUWID Neue Energie 28/2017 noch geht:

Quelle: Sunfire GmbH

Die Massenproduktion des Power-to-Liquid-Erdölersatzes Blue Crude wird Realität: Ab 2020 soll im norwegischen Industriepark Heroya die erste Großvolumen-Anlage jährlich 8.000  Tonnen Blue Crude herstellen.

Bildquelle: Kaspars Grindvalds / Fotolia

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass ein Netzbetreiber die EEG-Einspeisevergütung von einem Anlagenbetreiber zurückfordern kann, wenn dieser seinen Meldepflichten nicht nachkommt.

Bildquelle: estations / Fotolia

Der Ausbau der Elektromobilität wird in Baden-Württemberg in den kommenden Jahren noch nicht zu einem bedeutenden Mehrverbrauch an Strom führen. Dennoch ergeben sich für die Netzinfrastruktur Herausforderungen.

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