Das Klimapaket der Bundesregierung wird in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Energiebranche weiter intensiv diskutiert. Es überwiegt bei der Bewertung der Beschlüsse der Tenor, dass die Bundesregierung nicht kraftvoll genug handelt. Im Bereich der Erneuerbaren lässt sich dies beispielsweise belegen mit dem Mangel an konkreten Plänen, wie der gegenwärtig in weiten Teilen stockende Ausbau der regenerativen Energien wieder deutlich dynamischer gestaltet werden kann. Dabei droht nun sogar ein Schrumpfen des Anlagenbestands, wenn die Post-EEG-Phase im Jahr 2021 beginnt – eine Situation, die der Geschäftsführer des Bundesverbands Bioenergie (BBE), Bernd Geisen, vergangene Woche beim Holzenergiekongress in Würzburg als „paradox“ bezeichnete.

Der Titel der neuen Ausgabe 40.2019 von EUWID Neue Energie widmet sich der Post-EEG-Phase im Bereich der Bioenergie. Auf dem Kongress in Würzburg hat die Branche dem Thema breiten Raum gewährt. Die Suche nach Lösungen zur Sicherung des Anlagenbestands nach dem Ende der Förderung umtreibt die Akteure, ein Patentrezept für Bioenergieanlagen gibt es aber nicht. Dafür sind die Herausforderungen zu individuell.

Der Rahmen ist gleichwohl bekannt und damit auch die möglichen Ansatzpunkte für die Entwicklung individueller Post-EEG-Strategien. Die Bausteine reichen von der Wärmeauskopplung über Substratoptimierungen, Flexibilisierung, Direktvermarktung und Regelenergie bis hin zu Vermarktungslösungen wie PPA.

In einer tiefen Krise befindet sich gegenwärtig die Windenergie. Nach dem in weiten Teilen missglückten Umstieg auf Ausschreibungen im EEG 2017 und massiven Verzögerungen bei der Umsetzung von Projekten werden die Auswirkungen hierzulande immer stärker spürbar. Nach dem Einbruch bei den neu genehmigten Vorhaben geraten immer mehr Arbeitsplätze bei den Windkraftanlagenherstellern in Gefahr. (Beitragsbildnachweis: EUWID)

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