Biodieselabsatz sinkt trotz höherer THG-Quote

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Quelle: UFOP

Die Biokraftstoffbranche fordert, dass die Treibhausgas-Minderungsverpflichtung erhöht und auch der Flugverkehr einbezogen wird. Denn trotz der zu Jahresbeginn von 3,5 auf vier Prozent gestiegenen Minderungsverpflichtung, ist der Biodieselverbrauch von rund 912.000 Tonnen im Vorjahr auf rund 848.000 Tonnen eingebrochen. Und dass, obwohl der Dieselverbrauch insgesamt von 14,15 Mio. Tonnen auf 15 Mio. Tonnen gestiegen ist. Zu diesem Ergebnis kommt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) nach Auswertung der Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für den Zeitraum Januar bis Mai 2017.

Den Nachfragerückgang nach Biodiesel erklärt UFOP mit der nach Auswertung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) von 65,3 auf 71,5 Prozent gestiegenen THG-Minderung von Biodiesel. Somit benötigen die Unternehmen der Mineralölwirtschaft weniger Biodiesel, um ihre Verpflichtung zu erfüllen. Es zeige sich, dass mit der aktuellen Höhe der Minderungsverpflichtung das Potenzial für die notwendige Dekarbonisierung des Kraftstoffs nicht ausgeschöpft wird, betont die UFOP. Die in Deutschland 2015 anstelle einer energetischen Quotenverpflichtung eingeführte THG-Minderungspflicht sei grundsätzlich der richtige Weg, um die Rohstoff- und Kosteneffizienz bei nachhaltig produzierten Biokraftstoffen zu steigern, und sollte deshalb EU-weit ab 2021 eingeführt werden, so der Verband.

Das Klimaschutzziel im Verkehrssektor bedeutet für die UFOP Treibhausgasneutralität, um das 2-Grad- (besser das 1,5-Grad-) Ziel zu erreichen. Jede Option müsste genutzt werden, statt – wie dies aktuell die Fahrzeugindustrie tue – darauf zu setzen, dass synthetische Kraftstoffe aus erneuerbare Energien irgendwann zum gleichen Preis wie fossile oder heute verfügbare Biokraftstoffe produziert werden können.

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