Das dramatische Absinken der Kosten für Strom aus erneuerbaren Energien bietet ein großes Potenzial, die Energiewende in Europa voranzutreiben, ohne dass dies teuer wäre. Die EU könnte den Anteil der Erneuerbaren am Energiemix bis 2030 von rund 17 Prozent auf 34 Prozent verdoppeln – und dies „kosteneffizient“, wie eine aktuelle Analyse der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (Irena) deutlich macht.

Mit der Irena-Studie befasst sich der Titel der Ausgabe 9/2018 von EUWID Neue Energie. Die jetzt veröffentlichte REmap-Studie zeigt, dass es in jedem einzelnen EU-Mitgliedstaat möglich ist, die erneuerbaren Energien wirtschaftlich auszubauen. Die Analyse verdeutlicht auch, dass bis 2030 deutlich mehr möglich ist als ein Anteil von 27 Prozent, wie er gegenwärtig angepeilt wird.

Erneuerbare kein “Kostentreiber” mehr – aber wie funktioniert ein Energiesystem mit stark fluktuierender Energieproduktion?

Dass die erneuerbaren Energien inzwischen kein „Kostentreiber“ mehr sind, haben auch frühere Kritiker vielfach akzeptiert. Bezweifelt wird aber weiter, dass ein Energiesystem auf der Grundlage von fluktuierenden erneuerbaren Energien ausreichend und verlässlich Energie bereitstellt. Hier geht es dann um die Frage nach effizienten Instrumenten, die Angebot und Nachfrage zu jedem Zeitpunkt im Gleichgewicht halten.

Eine ganz wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang Energiespeicher. Im Gespräch mit EUWID erläutert BVES-Geschäftsführer Urban Windelen die Bedeutung der unterschiedlichen Technologien für die Energiewende. Und er macht deutlich, dass es noch ein weiter Weg ist, bis es eine effektive und effiziente Sektorkopplung geben wird. Der Koalitionsvertrag der GroKo biete zwar positive Signale, Windelen sieht aber wieder nur ein „Herumdoktern an Symptomen“.

BVES-Geschäftsführer Windelen im EUWID-Interview: “Speicher als vierte Säule des Energiesystems verankern

„Wesentlich wären grundlegendere Weichenstellungen, die dem gesamten Energiesystem und auch allen Speichertechnologien und -betriebsweisen zu Gute kämen. Damit meine ich die Verankerung von Speichern als eine eigenständige vierte Säule des Energiesystems neben Erzeugung, Transport und Verbrauch“, sagt Windelen. Speicher seien „weder das eine noch das andere und auf alle Fälle kein Letztverbraucher“.

Dem Thema Energiespeicher widmet sich auch eine Sonderpublikation von EUWID Neue Energie, die am 13. März rechtzeitig zur Energy Storage Europe (ESE) in Düsseldorf erscheint. Der Report „Energiespeicher im Aufwind“ zeichnet auf der Grundlage der Berichterstattung in EUWID Neue Energie ein detailliertes Bild der gegenwärtigen Situation an den Speichermärkten.

EUWID-Report “Energiespeicher im Aufwind” erscheint Mitte März

Ausgehend von der Diskussion um die regulatorischen Rahmenbedingungen geht es im Report zunächst um die aktuelle Markt- und Preisentwicklung und die Debatte um den Aufbau von Batteriefabriken in Deutschland und Europa. Im zentralen Kapitel des Reports werden konkrete Anwendungen diskutiert und vorgestellt. Der Bogen wird dabei gespannt von Heimspeichern und Cloudlösungen über die Themen Elektromobilität, Netzstabilisierung und -dienstleistungen bis hin zur Langzeitspeicherung über Power-to-X-Lösungen. Ein Blick auf die Perspektiven der Branche vor dem Hintergrund der anstehenden Sektorkopplung rundet den Report ab.

Der Report kann ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung separat erworben werden. Vermarktet wird er aber auch in Kombination mit einem stark vergünstigten Einstiegsabonnement für das neue EUWID Themen-Special Energiespeicher. Hier können Branchenakteure und weitere Interessenten, deren Informationsbedarf spezifisch an die Thematik geknüpft ist, die gefilterten Informationen zum Megatrend Energiespeicher aus dem breiten Spektrum von EUWID Neue Energie separat buchen. Wer sich bis zum 15. März in den kostenlosen und künftig zweiwöchentlich erscheinenden Energiespeicher-Newsletter einträgt, kann von einem Messe-Rabatt von mehr als 50 Prozent auf den regulären Preis des Themen-Specials profitieren. Weitere Infos gibt es hier.

EUWID Neue Energie

EUWID Neue Energie 9/2018 ist am 28. Februar erschienen und umfasst 66 Berichte, Analysen, Interviews und zahlreiche Tabellen und Graphiken auf 32 Seiten. Kernfragen der redaktionellen Arbeit des Teams von EUWID Neue Energie sind:

  • Wie gelingt der Umbau der traditionellen Energiewirtschaft hin zu einem auf regenerativen Quellen basierenden Energiesystem der Zukunft?
  • Und wie können die Akteure am Markt den Umbauprozess für sich ökonomisch und gewinnbringend gestalten?

Wenn Sie das Gesamtangebot von EUWID Neue Energie kostenlos testen möchten, dann folgen Sie diesem Link.

Diesmal legen wir Ihnen folgende Themen von EUWID Neue Energie besonders ans Herz:

Urban Windelen im EUWID-Gespräch: “Speicher als vierte Säule des Energiesystems verankern”

„Sektorkopplung mittels Speicher spielt für Energiewendeziele eine herausragende Rolle“

PPA als Vermarktungsinstrument, wenn die EEG-Förderung ausläuft?

Stromlieferverträge als mögliche Vertragsmodelle für Post-EEG-Anlagen

Analyse der Kollegen von EUWID Holz und Holzwerkstoffe zur Entwicklung der Sägerestholzmärkte in Österreich

Österreich: Hohe Pelletproduktion verhindert Überangebot an Sägerestholz

Power-to-Gas im Kleinen: Stadtwerke Augsburg gehen innovativen Weg

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