BET: EVU-Gleichbehandlungsberichte zunehmend im Fokus der Regulierer

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Die jährlich durch vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen (EVU) zu erstellenden und zu veröffentlichenden Gleichbehandlungsberichte geraten zunehmend in den Fokus der Regulierungsbehörden.

Das BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung berichtet in einer aktuellen Mitteilung, dass Gleichbehandlungsberichte bei Mängeln zunehmend von den zuständigen Regulierungsbehörden zurückgewiesen würden. In einem Fall habe die Frist zur Nachbesserung des Berichtes nur wenige Tage betragen. Vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen sind nach § 7a Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verpflichtet, die diskriminierungsfreie Ausübung des Netzgeschäftes und die hierfür getroffenen Maßnahmen in einem jährlich zu erstellenden Gleichbehandlungsbericht darzulegen und der zuständigen Behörde vorzulegen.

Organisationsstruktur und Arbeitsprozesse werden besonders kritisch geprüft

Der Prüfschwerpunkt der Regulierungsbehörde für den Berichtszeitraum 2016 liege insbesondere auf der Organisationsstruktur und den Arbeitsprozessen der vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen. Diese Punkte wurden laut BET besonders kritisch geprüft. In einem der zurückgewiesenen Fälle fehlten sowohl das angeforderte Organigramm als auch die Dokumentation der Arbeitsprozessprüfung. Beides sei durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) angemahnt worden und habe innerhalb sehr kurzer Frist nachgereicht werden müssen.

BNetzA-Liste mit Prüfungsschwerpunkten beachten!

Die BNetzA veröffentliche regelmäßig zum Jahresbeginn die aktuellen Prüfungsschwerpunkte. BET empfiehlt den EVU, diese Liste genau zu beachten und die darin genannten Prüfungsschwerpunkte im Bericht darzustellen. 

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