Berliner Stadtwerke sehen Mieterstrom als Post-EEG-Option

109
Bildquelle: Berliner Stadtwerke

Mieterstrom als Post-EEG-Option: Einen entsprechenden Ansatz halten die Berliner Stadtwerke für vielversprechend. Der Versorger hat jetzt eine existierende Solaranlage auf einem Haus der Wohnungsbaugenossenschaft Neues Berlin zu einer „intelligenten Mieterstromanlage“ umgerüstet.

Das Wohnhaus „Degnerbogen“ sei wegen seiner kreisrunden Architektur, seiner künstlerischen Gestaltung des Atriums und seiner sozialen Komponente „weithin beachtet“. Experten der Berliner Stadtwerke haben die bereits beim Bau des Siebengeschossers 2015 mitinstallierte Solaranlage jetzt von einer Netzeinspeise- zur Mieterstromanlage umgebaut und betreiben die Technik künftig. 

Im Keller des Gebäudes mit 53 Mietparteien dreht sich jetzt ein Summenzähler, der genau bilanziert, wie viel Strom aus dem Netz bezogen und wie viel auf dem eigenen Dach erzeugt wird. Diese Nutzung könne ein Modell für viele PV-Anlagen sein, deren Förderung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in den kommenden Jahren ausläuft. Allein 2021 fallen bundesweit rund 18.000 Solarstromanlagen aus der EEG-Förderung.

Die Berliner Stadtwerke und Neues Berlin haben bereits 2019 ein Mieterstromprojekt in der Wohnanlage Malchower Aue in Hohenschönhausen umgesetzt. Dort haben seither rund 640 Haushalte die Möglichkeit sich mit günstigem Ökostrom vom eigenen Dach versorgen zu können. Dafür haben die Berliner Stadtwerke auf vier Gebäuden der Genossenschaft insgesamt fünf Solarstromanlagen mit einer Gesamtkapazität von 224 kW installiert. Beide Unternehmen bereiten weitere gemeinsame Mieterstrom-Projekte vor.

(Fast) alles zum Thema Post-EEG im EUWID-Portal:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein