Bekanntgabe der EEG-Umlage bereits am 14. Oktober – Prognosen lassen Anstieg auf rund 7 Cent erwarten

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Die EEG-Umlage wird in diesem Jahr bereits am 14. Oktober bekannt gegeben und nicht wie sonst üblich am 15. Oktober. Das gaben die Übertragungsnetzbetreiber auf EUWID-Anfrage bekannt. Grund ist, dass der 15. in diesem Monat auf einem Samstag fällt. Zur erwarteten Höhe des Umlagesatzes wollten sich die Netzbetreiber nicht äußern. Prognosen lassen einen Anstieg auf rund 7,0 ct/kWh erwarten. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der die jüngste Schätzung präsentiert hat, rechnet mit einem Anstieg auf 6,7 bis 6,9 ct/kWh, da er den Berechnungen eine Senkung der so genannten Liquiditätsreserve zu Grunde legt. Gegenwärtig sind 6,35 ct/kWh fällig. Mit den Einnahmen aus den Zahlungen der EEG-Umlage werden die Förderkosten für erneuerbare Energien gedeckt. Allerdings gibt es eine Reihe von Faktoren, die es wenig ratsam erscheinen lassen, die Höhe des Umlagesatzes als Preisschild für die Energiewende zu betrachten. So gibt es unter anderem eine Reihe von Ausnahmen von der Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage, was bei einem bestimmten Förderbetrag dazu führt, dass dieser auf eine geringere Strommenge umgelegt wird und der EEG-Umlagesatz steigt, Der BEE fordert angesichts dieser Zusammenhänge eine Finanzierung der Industrieprivilegien der Besonderen Ausgleichsregelung über den Bundeshaushalt. Damit könnte das EEG-Konto um rund 5 Mrd. € entlastet werden. Die EEG-Umlage würde dadurch um 1,4 Cent pro Kilowattstunde sinken, rechnet der Verband vor. Die Subventionierung der stromintensiven Industrie sei „keine Aufgabe der Stromkunden oder des EEG-Kontos“, heißt es seitens des Dachverbands der Erneuerbaren-Branche. Ein zweiter Ansatz zur Entlastung der Stromkunden liege darin, die Stromsteuer durch eine CO2-Berpeisung zu ersetzen. „Eine CO2-Bepreisung sorgt für mehr Fairness bei den Preisen; denn nur ein kleiner Bruchteil der Kosten fossiler Energieträger ist in ihren Kosten enthalten. Dies senkt zugleich die EEG-Umlage“, erläuterte der scheidende BEE-Geschäftsführer Hermann Falk. Weitere Details und Hintergründe zur EEG-Umlage finden Sie in unserem Dossier.

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