BDEW: Wärmepumpen und Fernwärme legten 2016 im Neubau zu

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Obwohl sich im vergangenen Jahr 44,4 Prozent der Bauherren für eine Erdgasheizung entschieden haben, legten Elektro-Wärmepumpen und Fernwärme im Neubau zu. Die Fernwärme hatte einen Anteil von 23,8 Prozent und die Elektro-Wärmepumpen von 23,4 Prozent, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin mit. Heizöl komme nur noch in 0,7 Prozent der neuen Wohnungen zum Einsatz. Dies teilte der BDEW heute in Berlin mit. Weitere Anteile entfielen auf Holz- und Pellet-Heizungen (5,3 Prozent), sowie Stromheizungen (0,9 Prozent).

Die Anzahl der neu genehmigten Wohnungen stieg gegenüber dem Vorjahr um gut 15 Prozent auf 329.000, angesichts eines Wohnungsbestandes von 41,5 Mio. Wohnungen sei das ein vergleichsweise kleiner Markt. Jede zweite Bestandswohnung wurde mit einer Erdgasheizung beheizt (49,4 Prozent), Fernwärme kam den Angaben zufolge auf einen Marktanteil von 13,7 Prozent, während Elektro-Wärmepumpen in 1,8 Prozent der Wohnungen zum Einsatz kamen. 26,3 Prozent der Bestandswohnungen wurden noch mit Heizöl beheizt. Weitere Anteile im Gebäudebestand hatten Stromheizungen mit 2,7 Prozent sowie sonstige (darunter Holz/Holzpellets, sonstige Biomasse, Koks/Kohle und sonstige Heizenergien) mit 6,1 Prozent.

„Im Heizungskeller stecken Riesenpotentiale für die Energiewende. Für die Klimaschutzziele muss die Politik den Sanierungsstau wirkungsvoll adressieren. Das funktioniert am besten über Steuerabschreibungen“, erklärte der Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Stefan Kapferer, anlässlich der Eröffnung der Heizungs- und Sanitärmesse ISH. Die nächste Bundesregierung sollte seiner Ansicht nach zügig einen neuen Anlauf starten und steuerliche Anreize zur Gebäudesanierung einführen. Bei der Frage der Finanzierung seien die Bundesländer aufgefordert, endlich über ihren Schatten zu springen.

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