Bayern fördert künftig auch kleinere Biomasseheizwerke

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Freuten sich über die gelungene Veranstaltung
Quelle: TFZ

Am 1. Januar 2019 tritt eine Novelle der Richtlinie für das Förderprogramm „BioKlima“ in Kraft. Damit fördert der Freistaat Bayern künftig auch kleinere Biomasseheizwerke. Das teilte das Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Straubing mit, das am 4. Dezember gemeinsam mit dem Centralen Agrar-Rohstoff-Marketing- und Energie-Netzwerk (Carmen) und dem Beraternetzwerk LandSchafftEnergie die Informationsveranstaltung „Wärmegewinnung aus Biomasse“ zum neuen Förderprogramm durchgeführt hat, die mit 200 Besuchern auf reges Interesse stieß.

Roland Dindaß vom Förderzentrum Biomasse am TFZ stellte die Neuerungen des Förderprogramms BioKlima im Detail vor. Bisher wurden Biomasseheizwerke erst ab einer Nennwärmeleistung von ca. 120 Kilowatt gefördert. „Mit der Novelle sind nun auch kleinere effiziente und umweltschonende Biomasseheizwerke ab einer Nennwärmeleistung von 60 Kilowatt zuwendungsfähig“, erklärte Dindaß. Damit wird der Kreis der potenziellen Antragsteller deutlich erweitert. Um die Fördergelder abgreifen zu können, sei wichtig, das Projekt vorab zu besprechen und den Antrag vor Maßnahmenbeginn am TFZ zu stellen, betonte der Experte des Förderzentrums Biomasse.

Zu effizientem Heizen mit Holz informierte Klaus Reisinger in seinem Vortrag. Der Projektleiter von LandSchafftEnergie erläuterte die Feuerungstechniken von Scheitholz-, Hackschnitzel- und Pelletfeuerungen. Dabei ging er darauf ein, wie wirtschaftlich die Feuerungen sind, welche Fördergelder infrage kommen und welche Emissionsgrenzwerte jeweils vorgeschrieben sind. Die Details hierzu sind im TFZ-Bericht Nr. 8 nachzulesen.

Bernhard Pex von der Abteilung Festbrennstoffe bei Carmen thematisierte, was zu beachten ist, um ein effizientes Nahwärmenetz aufzubauen. „Ein Nahwärmenetz ist nur dann sinnvoll zu betreiben, wenn die Wärmeabnehmer genügend dicht beieinander liegen“, sagte Pex. Für eine erfolgreiche Umsetzung sei elementar, dass in der Planungsphase der Energiebedarf der Liegenschaften fundiert erfasst wird und bereits vor Maßnahmenbeginn 70 Prozent der Wärmeabnahme vertraglich gesichert ist. „Der wichtigste Vorteil von Nahwärmenetzen ist immer die regionale Wertschöpfung“, betonte Pex. Auch die Einbindung von Solarenergie und Abwärme in biobasierte Nahwärmenetze sei in der Novelle von BioKlima neu geregelt und werde mit höheren Zuschüssen und angepassten Förderkriterien unterstützt.

Weitere Informationen zum Förderprogramm BioKlima sind unter www.tfz.bayern.de/bioklima zu finden, dort sind auch die drei Vorträge der Referenten hinterlegt.

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