Batteriezellfertigung: Zweites Projekt steht

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Quelle: Patrick P. Palej - stock.adobe.com

Ein zweites Projekt zur Batteriezellfertigung in Europa steht. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) mit. Deutschland und Europa müssten zukünftig auch selbst wettbewerbsfähige, innovative und umweltschonende Batteriezellen entwickeln und herstellen, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Diesem Ziel sei man wieder „ein gutes Stück“ näher gekommen. „Innerhalb nur eines Jahres ist es uns gelungen, zwei europäische Großprojekte zur Batteriezellfertigung auf das Gleis zu setzen. Das zeigt, welche Kraft europäische Mitgliedstaaten und Unternehmen in einem komplexen industriellen Umfeld gemeinsam aufbringen können.“

In Berlin trafen sich vergangene Woche neun europäische Staaten, um das Arbeitsprogramm für einen zweiten europäischen Batterieverbund zu beschließen. An einem Workshop im BMWi nahmen Vertreter von Regierungen und rund 30 Unternehmen aus Frankreich, Polen, Italien, Finnland, Belgien, Schweden, der Slowakei, Spanien und Deutschland teil. Das Arbeitsprogramm legt fest, welche Aufgaben entlang der Wertschöpfungskette die beteiligten Unternehmen übernehmen sollen.

Aktuell stimme das Bundeswirtschaftsministerium mit der Europäischen Kommission und weiteren EU-Ländern zwei Großprojekte zur Batteriezellfertigung ab. Sie sollen als sogenannte „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) realisiert werden. Deutsche Unternehmen spielen laut BMWi in beiden Projekten eine „tragende Rolle“. Um das Verfahren von Anfang an zu begleiten, war auch die Europäische Kommission auf dem Workshop vertreten.

Batteriezellen „made in Europe“ sollen neue Maßstäbe bei CO2-Intensität und Nachhaltigkeit  setzen

Das Ziel der Initiative ist ein funktionierendes Ökosystem für die Batterieproduktion – von der Aufbereitung der Rohstoffe über die Batteriezellfertigung bis zum Recycling. Die Batteriezellen „made in Europe“ sollen auf eigenen Innovationen aufbauen und neue Maßstäbe bei CO2-Intensität und Nachhaltigkeit der Batterien setzen.

Zum Aufbau einer Batteriezellfertigung stellt das BMWi eine Milliarde Euro bereit. Die Förderung soll dazu beitragen, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Deutschland und Europa zu erhalten und aufzubauen. In Deutschland soll ein besonderer Fokus auf Projekten in Strukturwandel-Regionen liegen. Ein erstes Projekt, an dem ein deutsch-französisches Konsortium beteiligt ist, wurde bereits im Juni der Europäischen Kommission vorgestellt und pränotifiziert.

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