Batteriehersteller Varta kündigt Börsengang an

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Quelle: Varta AG

Der Batteriehersteller Varta will seine Aktien noch in diesem Jahr im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard) notieren lassen. Im Zuge des Börsengangs werden voraussichtlich neue Aktien aus einer geplanten Kapitalerhöhung mit einem Bruttogesamterlös von rund 150 Mio. € sowie bestehende Aktien aus dem Besitz des mittelbaren Alleinaktionärs, der Montana Tech Components AG, angeboten. Die endgültige Größe dieser Platzierung sei noch festzulegen, teilte die Varta AG mit. Zusätzliche Aktien für eine eventuelle Mehrzuteilung in Höhe von bis zu 15 Prozent der Basistransaktion würden ebenfalls durch den Altaktionär bereitgestellt werden. Die angestrebte Streubesitzquote nach dem Börsengang werde voraussichtlich bei ca. 40 Prozent liegen.

Das Unternehmen mit Sitz in Ellwangen hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 214 Mio. € und eine EBITDA-Marge von zwölf Prozent verzeichnet. Drei Viertel des Umsatzes entfiel auf das Segment „Microbatteries“ und damit auf die Tochtergesellschaft Varta Microbattery GmbH. Der restliche Umsatz wurde im Bereich „Power & Energy“ durch die Tochtergesellschaft Varta Storage GmbH generiert, die intelligente Batterielösungen für eine Vielzahl von Anwendungen und Endkundenmärkte anbietet. Im Geschäftsjahr 2016 belief sich der Umsatz im Segment Power & Energy auf rund 35 Mio. € und ist damit seit dem Geschäftsjahr 2014 um rund 20 Prozent gestiegen. Im ersten Halbjahr 2017 lag der Umsatz im Segment Power & Energy bei etwa 19 Mio. € und hat damit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um zwei Mio. € zugenommen.

Steigende Nachfrage nach stationären Speichern

Vom Staubsauger bis zur Bohrmaschine erwecken die mobilen Energiequellen von Varta Storage immer mehr Geräte zum Leben. Darüber hinaus steigt die Nachfrage nach stationären Energiespeichern, die einen wichtigen Baustein der deutschen Energiewende darstellen. Varta Storage unterstützt sowohl Privathaushalte bei der effizienten Nutzung selbsterzeugter Energie als auch gewerbliche Nutzer in den Bereichen Notstromversorgung und Netzstabilität.

Großteil des Bruttoemissionserlös soll in Kapazitätserweiterung gehen

Mit dem durch den Börsengang erwarteten Bruttoemissionserlös von 150 Mio. € will Varta einen Großteil in den Ausbau der Produktionskapazitäten der operativen Töchter investieren und das hauptsächlich in Deutschland. Varta beabsichtigt, etwa 80 Mio. € in die Ausweitung der Produktionskapazität von wiederaufladbaren Lithium-Ionen Mikrobatterien zu investieren und rund 30 Mio. € für den Aufbau einer neuen Produktionslinie für Zink-Luft-Hörgerätebatterien. Im Segment Power & Energy beabsichtigt Varta, rund 20 Mio. € aufzuwenden, um entsprechend der Projektpipeline in die Batterieassemblierungswerke zu investieren und die Kompetenzen insbesondere im Bereich Software und Elektronik im Zuge einer möglichen Akquisition zu stärken. Der Rest wird für allgemeine Unternehmenszwecke verwendet werden.

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