Während die Bundesregierung vermutlich noch heute das Klimaschutzgesetz kurzfristig nachbessern will, haben die neuen (und alten) Koalitionen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im Rahmen der entsprechenden Koalitionsverträge ihre Pläne für die kommenden Jahre festgezurrt. Klimaschutz spielt in beiden Fällen eine zentrale Rolle. Ebenso der Ausbau der Erneuerbaren. Während Baden-Württemberg im Zuge eines Sofortprogramms vor allem auf die Windenergie und die Photovoltaik setzt, spielt in den Überlegungen der neuen rheinland-pfälzischen Landesregierung auch die Bioenergie eine wichtige Rolle.

Im Titelbereich von EUWID Neue Energie 19.2021 widmen wir uns den Regierungsplänen in den beiden südwestlichen Bundesländern. Die Erneuerbaren-Branche in Baden-Württemberg begrüßt den geplanten forcierten Ausbau bei der PV und der Windenergie, allerdings sieht man Nachholbedarf insbesondere in den Bereichen Biomasse und Geothermie.

Die Bioenergiebranche sieht sich auch an anderen Stellen mit einem herausfordernden Umfeld konfrontiert. Die Nachhaltigkeits-Verordnung für die Biomasse-Verstromung könnte aufgrund des erheblichen Zertifizierungsaufwands neue Probleme schaffen. „Durch die erweiterten Anforderungen der REDII fallen allein bis zu 2.000 Biogasanlagen mit Vor-Ort-Verstromung neu unter die Pflicht zur Nachhaltigkeitszertifizierung“, heißt es in einer Stellungnahme des Bundsverbands Bioenergie (BBE).

Den EUWID-Marktbericht zu den aktuellen Trends im Stoffstromsegment NawaRo-Holz finden Sie hier. Bislang zeigt sich der Markt robust – die Preisentwicklung erweist sich als weitgehend stabil. Spannung herrscht bei den Holzaufbereitern und Betreibern von Biomasseanlagen gleichwohl darüber, wie sich die stark steigenden Preise für Industrieholz zukünftig auf den NawaRo-Markt auswirken werden. (Quelle für Beitragsbild: bannkie – stock.adobe.com)

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