Baden-Württemberg: Grünes Licht für Energie-und Klimaschutzkonzept

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Die Stuttgarter Landesregierung hat das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept für Baden-Württemberg (IEKK) verabschiedet und damit die Weichen für eine zukunftsorientierte Klimaschutzpolitik gestellt. Das IEKK ist Teil des baden-württembergischen Klimaschutzgesetzes, mit dem sich das Land das Ziel gesetzt hat, bis 2050 die landesweit ausgestoßene Treibhausgasmenge um 90 Prozent zu reduzieren (Bezugsjahr 1990). Bis 2020 soll das 25-Prozent-Ziel erreicht sein, teilte Landesumweltminister Franz Untersteller (Grüne) mit. Das Konzept umfasst insgesamt 108 Maßnahmen aus den Handlungsbereichen Strom, Wärme, Verkehr, Landnutzung und Stoffströme und enthält unter anderem Maßnahmen zu Energieeinsparung und -effizienz, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Modernisierung der Infrastruktur (EUWID 1/2014). Der Verabschiedung voraus ging unter anderem eine umfassende Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung. Dabei wurden 180 Bürger und 120 Vertreter von Interessengruppen zur Bewertung und Verbesserung der Vorschläge eingeladen. Über 1.000 Empfehlungen einschließlich der Empfehlungen aus einer Online-Beteiligung gingen ein. Knapp ein Viertel der Empfehlungen wurde berücksichtigt. Über den Stand der Umsetzung des IEKK und die Fortschritte auf dem Weg, die Klimaschutzziele zu erreichen, wird das Umweltministerium jährliche Kurzberichte erstellen und dem Kabinett sowie dem Landtag 2016 einen umfassenden Zwischenbericht geben. Auf Basis dieser Berichte, wird das Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept spätestens nach fünf Jahren fortgeschrieben.

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