Baden-Württemberg: Grüne und CDU setzen auf den Ausbau der Erneuerbaren und auf Energieeffizienz

Der Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung in Baden-Württemberg hat im Bereich der Energiepolitik einen erkennbar grünen Anstrich. Geplant ist der Ausbau der erneuerbaren Energien und eine Forcierung der Energieeffizienz.

Neben einer Solaroffensive soll auch die heimische Wasserkraft ausgebaut werden, heißt es in dem Papier. Gleiches gilt für die Windenergie. Hier soll es eine frühzeitige Bürgerbeteiligung geben, um die Akzeptanz der Windkraft vor Ort zu stärken.

EUWID Neue Energie befasst sich auf dem Titel von Ausgabe 19/2016 mit den energiepolitischen Perspektiven, die der Koalitionsvertrag der künftigen Landesregierung in Baden-Württemberg aufzeigt. Insgesamt umfasst die am 11. Mai erschienene Publikation 90 Nachrichten, Berichte und Analysen zur Energiewende und eine Reihe weiterführender Tabellen und Graphiken. Ein Überblick über sämtliche Themen der aktuellen Ausgabe kann hier abgerufen werden.

Grün-Schwarz fordert im Koalitionsvertrag, dass die Dynamik beim Ausbau der Erneuerbaren bei einer Umstellung des Fördersystems auf Ausschreibungen nicht leiden darf. „Wir brauchen einen technologiespezifischen Ansatz, der den einzelnen Formen von erneuerbaren Energien gerecht wird“, heißt es im Koalitionsvertrag.

Auch das Thema Flexibilität am Strommarkt ist Gegenstand der Erwägungen der neuen Landesregierung. So sollen Steuerungsmöglichkeiten des konventionellen Kraftwerksparks, der Bioenergie sowie der Nachfrage (Demand-Side-Management) vorangetrieben werden. Notwendig sei zudem die Weiterentwicklung von Speichertechnologien sowie eine Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr. Zukünftig sei dabei die Nutzung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff, der Brennstoffzellen- sowie der Power-to-Gas-Technologie von Bedeutung, heißt es weiter. Geplant ist zudem, das Landeskonzept KWK umzusetzen und insbesondere flexible KWK-Konzepte zu fördern.

Im benachbarten Bayern schaute die Energiebranche zu Wochenbeginn gespannt zum Verfassungsgericht, das sich mit der umstrittenen 10H-Regelung befasst hat. Die Richter kamen zu dem Ergebnis, dass die Regelung in wesentlichen Teilen nicht im Widerspruch zur bayerischen Verfassung steht. Die Privilegierung der Windkraft sei zwar „erheblich eingeschränkt“, aber „nicht beseitigt“. Für die Windkraftbranche ist das ein Schlag, da sich der Zubau in Bayern in Folge des Inkrafttretens der 10H-Bestimmungen massiv reduziert hat. Unternehmen und Institutionen in der aktuellen Ausgabe (Auswahl): AWEA, ASUE, BAFA, BAFU, BEE, BNetzA, BWE, BSW-Solar, BDEW, bne, Caterva, dena, Dong Energy, E.ON, energy consult, EPEX Spot, Fachverband Biogas, Fraunhofer ISE, h2herten, IWR, Investitionsbank Schleswig-Holstein, JA Solar, KfW, Leclanché, MVV Energie, Naturstrom, Phoenix Solar, RWTH Aachen, Siemens, SMA Solar Technology, Tesla, TU Clausthal, Vattenfall, Verbio, Voith Hydro, ZSW. Graphiken und Tabellen in der aktuellen Ausgabe (Auswahl): EUWID-Marktberichte für Sägerestholz in Deutschland und Österreich, Inlandsverbrauch an Biokraftstoffen, Großhandelspreise für Getreide und Ölsaaten, Windenergieeinspeisung, Marktdaten Windenergie, Solareinspeisung, PV-Zubau, Renixx World, Ökostromtarife, Rohstoffpreise, Heizölpreise.

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