Australien: SMA liefert Systemtechnik für weltweit größtes netzbildendes Speicherprojekt

Bildquelle: SMA Solar Technology AG

Der hessische Solartechnikspezialist SMA wird das zukünftig weltweit größte netzbildende Batterie-Speicherkraftwerk im südaustralischen Torrens Island mit Systemtechnik ausstatten. Das gab das Unternehmen jetzt bekannt. SMA liefert 109 Medium Voltage Power Stations (MVPS-SCS4200) an den finnischen Technologiekonzern Wärtsilä. Das Unternehmen realisiert das Batteriespeichersystem mit einer Kapazität von 250 MWh für den australischen Energieversorger AGL Energy Limited (AGL). Nach seiner Inbetriebnahme soll das Speicherprojekt ein breites Portfolio an thermischen und erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen unterstützen und einen Beitrag zur Dekarbonisierung und dem Übergang zu einer Zukunft mit 100 Prozent erneuerbaren Energien in Australien leisten, heißt es.

Die flexible Kapazität des Speicherkraftwerks von Wärtsilä balanciert die fluktuierende Einspeisung aus den erneuerbaren Energiequellen aus und sorge für eine hohe Zuverlässigkeit und Stabilität des Stromnetzes. Das Wärtsilä-System werde zunächst im netzgekoppelten Modus arbeiten, bevor es zu einem späteren Zeitpunkt in den netzbildenden Modus (synchrone Erzeugung – VSG) wechselt. „Damit wird es zum weltweit größten Speicherkraftwerk, das eigenständig ein Stromnetz bilden kann“, betont SMA. Dies ermögliche sehr schnelle Reaktionszeiten und mache das Speicherprojekt auf Torrens Island zukunftssicher.

„Das Projekt auf Torrens Island hat globale Bedeutung“, sagt Joshua Birmingham, Director of Large Scale & Project Solutions bei SMA Australia. Australien gehöre zu den Ländern der Welt, in denen zu bestimmten Tageszeiten bereits sehr große Mengen erneuerbarer Energien in das Netz eingespeist werden. „Indem wir hier beweisen, dass SMA Technologie die Stabilität des Netzes gewährleisten kann, treiben wir einen reibungsloseren Übergang von der traditionellen Stromerzeugung hin zu einem Netz, das von erneuerbaren Energien dominiert wird, voran.“

AGL will in Australien netzgekoppelte Speicher mit bis zu einem Gigawatt Leistung errichten

Das Speichersystem auf Torrens Island wird von Wärtsilä als EPC realisiert und soll das Anlagenportfolio von AGL um netzunterstützende Funktionen erweitern. Das Speichersystem wird voraussichtlich Anfang 2023 in Betrieb gehen. AGL ist ein integrierter Grundversorger mit einer Stromerzeugungskapazität von mehr als 11.000 MW. Dies entspricht etwa 20 Prozent der gesamten Stromerzeugungskapazität im australischen National Electricity Market (NEM). AGL plant, in Australien netzgekoppelte Energiespeicher mit einer Gesamtleistung von bis zu einem Gigawatt zu errichten.

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