Es ist schon paradox: Deutschland verfehlt seine Klimaschutzziele für 2020 krachend, aber die Signale für einen kraftvollen Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz bleiben aus. Gerade die Windenergie an Land durchläuft eine tiefe Krise, die Ausschreibungsvolumina sind deutlich unterzeichnet. Das sieht bei der Photovoltaik anders aus, dafür droht hier schon bald das Erreichen des 52-GW-Deckels, ab dem eine Förderung für neue Solarstromanlagen entfallen soll.

Die Ergebnisse der Ausschreibungen sind der Aufhänger für den Titeltext der jüngsten Ausgabe von EUWID Neue Energie (hier geht’s zum Aktionsangebot 6 für 3). Während die Windenergie an Land nur auf eine Deckung des Ausschreibungsvolumens von 70 Prozent kommt, ist die Nachfrage nach den „freien Plätzen“ bei den Solarausschreibungen riesig: Zweieinhalbfach ist das Ausschreibungsvolumen bei der nun beendeten Auktionsrunde überzeichnet gewesen.

Angesichts massiv gesunkener Stromgestehungskosten rücken derweil alternative Vermarktungswege für Strom aus erneuerbaren Energien immer mehr in den Fokus. Das Thema Power Purchase Agreements (PPA) etwa ist gegenwärtig in aller Munde. „Wenn Projekte in einem Markt unabhängig von Förderungen gebaut werden können, werden diese gebaut werden“, macht Sascha Schröder von Statkraft im EUWID-Interview deutlich. Theoretisch könnte PPA auch für Bioenergie-Anlagen in Frage kommen. „Aber auch hier gilt: ein Projekt muss über Marktpreise oder PPA refinanzierbar sein“, sagt Schröder.

Neues EUWID-Infopaket zu PPA


Sascha Schröder
„Wenn Projekte in einem Markt unabhängig von Förderungen gebaut werden können, werden diese gebaut werden“, macht Sascha Schröder von Statkraft im EUWID-Interview (Bildquelle: Statkraft)

Das Thema Power Purchase Agreements gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund setzt EUWID Neue Energie künftig einen Schwerpunkt auf PPA. Hierzu bieten wir in Kürze eine neues Info-Paket an, das aus einer gedruckten Sonderveröffentlichung zu PPA und dem Zugriff auf das fortlaufend ergänzte digitale Dossier Geschäftsmodell Power Purchase Agreement (PPA): Potenzial zum Megatrend? bestehen wird. Wer sich für das neue Produkt interessiert, kann sich bereits jetzt in den EUWID-Newsletter Neue Energie eintragen und wird dann auf diesem Kanal informiert, wenn das neue Info-Paket bestellt werden kann.

Betreiber, deren Anlagen ab 2021 aus der EEG-Förderung fallen, müssen sich ohnehin Gedanken über förderfreie Vermarktungswege machen. Welche es aus heutiger Sicht gibt und mit welchen Vor- und Nachteilen diese verbunden sind, haben wir hier zusammengestellt. Nicht alle Optionen sind für sämtliche Technologien und Anlagengrößen geeignet, die Kenntnis alternativer Vermarktungswege ist für die Betreiber aber von wesentlicher Bedeutung. Was es in Sachen Post-EEG sonst noch Neues gibt, lesen Sie in unserem Dossier-Update.

Teil der aktuellen Ausgabe von EUWID Neue Energie ist auch der Marktbericht für Nawaro-Holz, das in etlichen Biomassekraftwerken zum Einsatz kommt. In einigen Regionen Bayerns hat der Schneefall das Angebot an NawaRo-Holz beeinträchtigt, ansonsten prägt Überangebot das Bild. Warum das nur beschränkt auf die Preise durchschlägt, lesen Abonnenten von EUWID Neue Energie hier.

Die aktuellen Biomasse-Preisberichte von EUWID im Überblick: Nawaro-HolzHolzpelletsSägerestholzAltholz

(Quelle für Beitragsbild: Georg Preissl – stock.adobe.com)

Redaktionstipp – Das sollten Sie in jedem Fall im Blick haben:

2EEG und das nicht passende Korsett der Ausschreibungen

BNetzA: Erneut deutliche Unterzeichnung von 30 Prozent bei Wind an Land

3Energieeffizienz und das Warten auf die Wärmewende

Kommission für Klimaschutz bei Gebäuden soll doch nicht eingesetzt werden

6Nawaro-Holz: Das große Überangebot und was das für die Preise bedeutet

Außer in Südbayern herrscht in diesem Winter ein Überangebot an NawaRo-Holz

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