„Ausschreibungen und hohe Realisierungsrate sind kein Widerspruch.“ Das sagt Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Und er sagt es mit Blick auf die Photovoltaikausschreibungen, bei denen auch in der zweiten Pilotausschreibung fast 90 Prozent der Zuschläge realisiert wurden. Ein wenig schwingt in Baakes Worten aber auch die Hoffnung durch, dass es auch bei den Ausschreibungen für Windenergie an Land so sein möge und viele Projekte realisiert werden. Denn daran gibt es gerade massive Zweifel. Und es rumort in der Branche.

EUWID Neue Energie 35/2017 erscheint am 30. August.

Der Titel von EUWID Neue Energie befasst sich mit der Schräglage bei den Onshore-Windkraftausschreibungen. Auch in der zweiten Ausschreibungsrunde haben „Bürgerenergiegesellschaften“ abgeräumt. Was auf den ersten Blick ein Erfolg der dezentralen Energiewende zu sein scheint, entpuppt sich auf den zweiten Blick als nicht wirklich dezentral. Kritiker sehen sogar eine starke Marktkonzentration. Das Ausschreibungsdesign habe zudem „spekulative Wetten auf die Zukunft“ induziert, mit der Folge, dass möglicherweise nur ein Bruchteil der in den Ausschreibungen erfolgreichen Projekte umgesetzt wird.

Schwerpunkt Verkehrswende: Chancen und Grenzen von Vehicle-to-Grid

Die Themen von EUWID Neue Energie 35/2017 im Überblick.

Ein zweiter Schwerpunkt der jetzt erschienenen Ausgabe liegt auf den Grundfragen der Verkehrswende. Was bedeutet ein Umstieg auf die Elektromobilität für die Netze? Konzepte wie Vehicle-to-Grid sind technisch machbar, aber wirtschaftlich sind sie gegenwärtig nicht. Zudem fehlt es an den richtigen Rahmenbedingungen. „Der Gesetzgeber hat bisher nicht verstanden, dass das Netz intelligent werden muss, um einen Ausbau der Elektromobilität zu ermöglichen“, sagt Marcus Fendt, Geschäftsführer von The Mobility House, im Gespräch mit EUWID.

Andere Akteure an den Energie- und Verkehrsmärkten hoffen darauf, dass sich synthetische Kraftstoffe und Power-to-Liquids-Ansätze als Teil einer Verkehrswende etablieren. Im Bereich PtL kooperiert BASF jetzt mit bse Engineering bei der Herstellung von Methanol. Ziele und weitere Hintergründe zum Thema Methanol sind ebenfalls Gegenstand der heute erscheinenden Ausgabe 35/2017 von EUWID Neue Energie.

Worum geht es diese Woche noch in EUWID Neue Energie?

In der NawaRo-Branche herrscht Aufbruchsstimmung

Die Branche der Nachwachsenden Rohstoffe (NawaRo) sieht ihre Lage wieder positiver und erwartet einen Aufwärtstrend. Das geht aus der Carmen-NawaRo-Konjunkturumfrage im Frühjahr 2017 hervor.

Suche nach Atommüll-Endlager: Geothermiebranche befürchtet Nachteile

Die aufwendige Standortsuche nach einem Atomendlager könnte die Erdwärmenutzung erschweren. Das befürchten zumindest Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) und der Bundesverband Geothermie.

Immobilienvermarktung: Energetische Sanierung hat an Bedeutung verloren

Der Gebäudebestand ist eine der großen Herausforderungen für die Energiewende. Problematisch ist, wenn sich Investitionen in die energetische Sanierung – wie eine aktuelle Studie nahelegt – nicht gut vermarkten lassen.

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