Rund acht Mrd. € Volumen soll das „Klimaschutz-Sofortprogramm 2022“ umfassen. Damit sollen unter anderem die Mittel für die Gebäudesanierung und E-Auto-Kaufprämien aufgestockt werden. Aus Sicht der Erneuerbaren-Branche sind andere Aspekte des Pakets vermutlich noch spannender: Geplant ist eine Solarpflicht für Neugebäude und bei umfassender Sanierung. Und: Die Ausbauziele bis 2030 für die Wind- und Solarenergie sollen deutlich aufgestockt werden.

EUWID Neue Energie stellt die Inhalte des Entwurfs auf dem Titel der Ausgabe 23.2021 vor. Noch im Juni soll das Papier im Kabinett verabschiedet werden. Bis dahin kann sich aber noch einiges ändern, wie Regierungssprecher Steffen Seibert klarstellte. Klar scheint aber, dass die Ausbauziele für die (fluktuierenden) Erneuerbaren deutlich aufgestockt werden. Der Entwurf nennt ein Ausbauziel von 95 GW (bisher 71 GW) für die Windenergie und 150 GW (100 GW) für die Photovoltaik. Die Bioenergie-Verbände erinnern anlässlich der Diskussion über das Papier an die Notwendigkeit der Stärkung der Flexibilitätsleistung der steuerbaren Biomasse-Technologien.

Um die Nutzung entsprechender Flexibilitäten geht es auch beim Konzept der „Smart Markets“. Wissenschaftler der TH Ingolstadt haben das Modell weiterentwickelt und analysiert, wie ein solcher Prozess dem Engpassregime des Redispatch 2.0 vorgeschaltet werden könnte, um Flexibilitäten marktwirtschaftlich anzureizen. Wie das Konzept funktioniert, haben die Experten der THI um Prof. Uwe Holzhammer in einem Fachbeitrag für EUWID Neue Energie dargelegt.

Zu den weiteren Themen der jüngsten Ausgabe von EUWID Neue Energie gehören die beihilferechtliche Freigabe des KWKG 2020, die geplante Wasserstoffbörse HyXchange und das neue Energie- und Klimaprogramm in Sachsen. (Quelle für Beitragsbild: Visual Generation – stock.adobe.com)

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