Eigentlich sagt der am Montag präsentierte Bericht des Weltklimarats alles zum Thema Klimaschutzanstrengungen: Es reicht hinten und vorne nicht. Das angestrebte Ziel, die Erwärmung möglichst bei 1,5 Grad über der vorindustriellen Zeit zu begrenzen, wird nach den Modellrechnungen wahrscheinlich selbst bei den striktesten Klimaschutzmaßnahmen schon in den nächsten 20 Jahren überschritten. Und von entsprechenden strikten Maßnahmen sind Politik und Gesellschaft noch sehr sehr weit entfernt. Auf Deutschland bezogen dokumentieren die jüngsten Auswertungen des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur den aktuellen Status der Energiewende: Es reicht nicht.

Der Titelbereich von EUWID Neue Energie 32.2021 zeichnet die aktuelle Dynamik der Energiewende nach. Die Zubauzahlen in Deutschland zeigen, dass PV und Windenergie zwar zulegen, aber nicht ansatzweise das Niveau erreichen, das für einen „klimagerechten“ Umbau der Versorgungsstrukturen ausreichend wäre. Die Auswertungen von BloombergNEF zu den weltweiten Investitionen in Erneuerbare im ersten Halbjahr belegen, dass viel Geld in den Sektor fließt. Aber auch hier gilt: Es reicht schlichtweg nicht, der Umbau muss viel schneller gehen.

Wie ein klimaschutzkompatibler Ausbau der Solarenergienutzung aussehen könnte, ist Thema einer Studie des Fraunhofer ISE im Auftrag von Greenpeace. Die Wissenschaftler machen in ihrer Analyse deutlich, dass es dabei nicht nur um die PV, sondern auch um die Solarthermie geht, die quasi einen Sofortgewinn für den Klimaschutz ermöglichen kann.

Um die Rolle der Bioenergie im künftigen Energiesystem geht es in der Analyse eines anderen Fraunhofer-Instituts. Die FIT-Experten halten die Holzverbrennung dabei nicht für die beste Lösung gegen die „Dunkelflaute“. (Quelle für Beitragsbild: creativenature.nl – stock.adobe.com)

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