Anzahl der Smart City Projekte in Deutschland wird sich bis 2030 mehr als verdoppeln

Studie: Marktvolumen steigt von derzeit etwa 36 Mrd. € auf bis zu rund 47 Mrd. €

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Quelle: Elnur - stock.adobe.com

Die Anzahl der aktuell 100 laufenden Smart City-Projekte in Deutschland wird sich bis 2030 mehr als verdoppeln und bei 230 liegen. Laut dem Referenzszenario einer neuen Studie von Trendresearch wird das Marktvolumen von derzeit etwa 36 Mrd. € auf bis zu rund 47 Mrd. € ansteigen.

Die Studie „Der Markt für Smart City bis 2030. Digitale Infrastrukturdienstleistungen: Technologien, Potenziale und Geschäftsmodelle“ zeigt einen aktuellen Überblick zur Entwicklung technologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Innovationen im Bereich einer Smart City. Dafür wurden das Marktpotenzial sowie die bisherige Marktentwicklung sieben verschiedener Teilmärkte und des Gesamtmarktes ermittelt und die zukünftige Marktentwicklung bis 2030 in drei Szenarien prognostiziert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Studie ist der Anwendungsbereich von Smart City-Technologien und deren Zusammenhänge, indem beispielhaft Marktakteure und ihre Projekte sowie die damit zu erwartenden und bereits wahrgenommenen Chancen und Risiken betrachtet werden.

7 Teilmärkte

Die sieben Teilmärkte Smart Building, Smart Energy Storage, Smart Grids, Smart Home, Smart Infrastructure, Smart Lighting und Smart Metering sind von unterschiedlichen politischen, technischen, wirtschaftlichen und auch gesellschaftlichen Faktoren abhängig. Der Markt für Elektromobilität ist außerdem ebenfalls eng mit dem Smart City-Markt vernetzt.

Durch die Schnittstellen der unterschiedlichen Märkte ergeben sich neue Anwendungsfelder für Technologien, beispielsweise die Integration von Ladestationen für Elektrofahrzeuge (Elektromobilität) sowie Straßenlaternen (Smart Lighting). Die Märkte für Smart Energy Storage und Smart Grids sind noch am Anfang ihrer Entwicklung mit steigender Tendenz, da diese Teilmärkte auch in Verbindung mit E-Mobilität und dem Ausbau an erneuerbaren Energien weiter an Relevanz gewinnen.

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Schnittstellen zwischen den sieben Teilmärkten noch wenig erschlossen

Bezogen auf die Entwicklungen von übergreifenden Anwendungsfeldern zwischen den verschiedenen Teilmärkten ist der Markt für Smart City noch in einem Anfangsstadium, heißt es in der Studie. Zwar seien einzelne Teilmärkte bereits weit entwickelt und etabliert, jedoch seien Schnittstellen noch wenig erschlossen, u.a. da sich neue Anwendungsfelder teilweise erst im Verlauf der digitalen Transformation ergeben. Das wachsende Angebot an Plattformen und Netzwerken biete außerdem Raum für weitere Innovationen.

Entscheidend für die positive Entwicklung des Smart City-Marktes ist laut Trendresearch eine Vielzahl an Prämissen, insbesondere die zukünftige Akzeptanz von Smart City-Technologien unter der Bevölkerung, der Umgang mit der Datensicherheit, die Entwicklung von Kommunikationsstandards und Systemlösungen sowie die Preise für Energie sind ausschlaggebend. Weiterhin spielt die Urbanisierung in Deutschland und die vermehrte Nachfrage an Sicherheits-, Gesundheits- und Energiemanagementsystemen im Eigenheim eine große Rolle.

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Energiemarktdienstleister wird zum Infrastrukturdienstleister

Durch die Zusammensetzung des Marktes für Smart City aus einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure sind entsprechend Unternehmen diverser Branchen am Smart City-Markt beteiligt. Es ergeben sich dadurch für viele dieser Marktteilnehmer Potenziale, ihre Geschäftsfelder auszuweiten, was eine beschleunigte Entwicklung erwarten lässt. Ein Beispiel dafür ist der Energiemarktdienstleister, der im Markt für Smart City zu einem Infrastrukturdienstleister wird – sowohl auf physische als auch virtuelle Infrastruktur bezogen. Aufgrund des technologischen Schwerpunkts in Smart City-Konzepten ist der Wettbewerb bei Technologieanbietern (sowohl IT- als auch Telekommunikationsbranche) aktuell bereits hoch. Auch wird der Wettbewerb zwischen Energieversorgern zunehmend intensiver, da diese in allen Smart City-Teilmärkten tätig sind oder tätig werden können, heißt es weiter.

Die 537 Seiten umfassende Studie ist ab sofort verfügbar und kann für den Preis von 4.900,00 Euro bei dem Marktforschungsunternehmen bezogen werden.

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