Anteil Erneuerbarer an Brutto-Endenergie bei 14,6 Prozent

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Quelle: EUWID

Der Anteil der erneuerbaren Energien am Brutto-Endenergieverbrauch in Deutschland lag im vergangenen Jahr bei 14,6 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der derzeit in Bonn stattfindenden Weltklimakonferenz COP13 mit. Das heißt im Umkehrschluss, dass der allergrößte Teil des Energieverbrauchs auf fossile Energien zurück geht. Bis zu einer erfolgreichen Energiewende ist es noch ein sehr weiter Weg, insbesondere in den bislang zurückhängenden Sektoren Wärme und Verkehr.

Mut macht, dass sich der Anteil der regenerativen Energien immerhin seit 2000 vervierfacht hat. Seinerzeit lag er bei 3,7 Prozent. Die Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 habe die institutionelle Grundlage für den Ausbau der Erneuerbaren Energien geschaffen, heißt es bei Destatis. Das EEG adressiert aber nur die erneuerbaren Energien am Strommarkt, nicht den Wärmemarkt und schon gar nicht den Verkehrssektor.

Wachstum der Erneuerbaren in den vergangenen Jahren verlangsamt

Der Ausbau erneuerbarer Energien werde oftmals mit der Energiewende des Jahres 2011 und dem Ausstieg aus der Atomkraft in Verbindung gebracht, führt die Wiesbadener Statistikbehörde weiter aus. Es zeigt sich, dass der stärkste Anstieg um insgesamt 7,2 Prozentpunkte zwischen 2000 und 2010 stattgefunden hat, von 3,7 Prozent (Jahr 2000) auf 10,9 Prozent im Jahr 2010. Danach hat sich das Wachstum der Erneuerbaren in der Tendenz verlangsamt.

Der Anteil der fossilen Energieträger am Primärenergieverbrauch – nicht am Bruttoenergieverbrauch – sank nach Destatis-Angaben um 3,7 Prozentpunkte von 83,8 Prozent im Jahr 2000 auf 80,1 Prozent im Jahr 2016. Im Zeitraum von 2000 bis 2011 ist der Anteil der fossilen Energieträger am Primärenergieverbrauch kontinuierlich um 4,9 Prozentpunkte zurückgegangen. Von 2011 bis 2016 stieg er wieder um 1,2 Prozentpunkte.

39 internationale Indikatoren mit Bezug zum Klimawandel

Auf internationaler Ebene hat die United Nations Economic Commission for Europe (UNECE) ein Indikatorenset mit Bezug zum Klimawandel entwickelt. Der Anteil erneuerbarer Energien am Brutto-Endenergieverbrauch ist Indikator 29, der Anteil der fossilen Energieträger am Primärenergieverbrauch Indikator 2. In Deutschland sind laut Destatis für insgesamt 17 der 39 Indikatoren Daten verfügbar.

Das Indikatorenset zielt darauf ab, durch international vergleichbare Indikatoren die Ursachen, Folgen und Anpassungsmöglichkeiten des Klimawandels möglichst umfassend zu beleuchten und zu messen. Darüber hinaus werden erneuerbare Energien als Indikator 7.2.1 in den UN-Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) behandelt.

Thema “Erneuerbare” bei EUWID Neue Energie:

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