Obwohl viele Biogasanlagen ihre Leistung überbaut haben, um flexibel Strom erzeugen zu können, ist der Anreiz zum bedarfsgerechten Fahren bisher in den meisten Fällen nicht hoch genug. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP hervor. Den Grund dafür sieht die Regierung in den Überkapazitäten auf dem Strommarkt, die für zu geringe Erlöspotenziale am Spotmarkt sorgten.

Die bedarfsgerechte Stromerzeugung von Biogasanlagen ist das Titelthema der aktuellen Ausgabe 36 von EUWID Neue Energie. Da sich die Bundesregierung in ihrer Einschätzung der Situation auf veraltete Daten bezieht, haben wir in einem Interview mit den zwei Direktvermarktern e2m und Next Kraftwerke über die gegenwärtige Lage und Markthemmnisse gesprochen.

Verkehrswende: “Klimaschutzlücke” nur mit ambitionierteren Maßnahmen vermeidbar

Auch im Verkehrsbereich müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, damit die Realität nicht hinter den Plänen der Bundesregierung zurückbleibt. Eine Analyse der Berliner Denkfabrik Agora Verkehrswende hat ergeben, dass eine „Klimaschutzlücke“ im Jahr 2030 nur mit einem Mix ambitionierter Maßnahmen zu vermeiden ist. Dazu zählen weitgehende Effizienzvorgaben für Pkw und Lkw sowie grundlegende Reformen der Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe und Fahrzeuge.

Im Bereich der Windenergie werden aus Rheinland-Pfalz und Hessen Forderungen an die Regierung laut. Die beiden Bundesländer wollen den Ausbau der Windkraft vorantreiben – trotz eines wachsenden Widerstands gegen neue Windräder. Die Bundesregierung müsse daher endlich die Ankündigungen des Koalitionsvertrages in die Praxis umsetzen, hieß es auf dem Windbranchentag der BWE-Landesverbände Hessen und Rheinland-Pfalz/Saarland.

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