Amprion präsentiert mögliche Trassenkorridore für Erdkabeltrasse A-Nord

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Mit der Veröffentlichung möglicher Trassenkorridore für die Erdkabeltrasse A-Nord vorbei am Ruhrgebiet hat der Übertragungsnetzbetreiber Amprion jetzt einen Bürgerdialog gestartet, der zur Feinplanung beitragen soll. Wie Amprion mitteilt, verlaufen einige Varianten im westlichen Münsterland und im Bereich des Niederrheins, um A-Nord schließlich am Netzverknüpfungspunkt Osterath bei Düsseldorf mit dem Projekt Ultranet zu verbinden. Das Ultranet ist der südliche Teil des Korridors A, der in Philippsburg in Baden-Württemberg ende.

Die genaue Trassenführung sei ebenso wenig final festgelegt wie die Stelle, an der die Gleichstromverbindung den Rhein queren werde. Für die Querung lasse Amprion eine Machbarkeitsstudie erstellen. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir transparent unterwegs sind. Nach der ersten Dialogphase mit den Trägern öffentlicher Belange zu Beginn des Jahres folgt nun der intensive Dialog mit den Bürgern“, sagte der A-Nord-Projektleiter Klaus Wewering.

Detaillierte Umfeldanalyse

Amprion habe die vergangenen Monate genutzt, um den Untersuchungsraum der Gleichstromverbindung A-Nord kennenzulernen und unter anderem im vergangenen Winter eine detaillierte Umfeldanalyse vorgenommen. Nach dieser Phase und der Auswertung tausender Raumdaten habe der Übertragungsnetzbetreiber in einem zweiten Schritt nun die möglichen Korridore für die spätere Trasse entwickelt.

Start eines Bürgerdialogs zur weiteren Verfeinerung der Planung

Amprion-A-Nord
Quelle: Amprion

„Mit diesem Ergebnis starten wir nun in den Bürgerdialog. Unser Ziel ist es, dort viele wertvolle Hinweise zu bekommen, mit denen wir unsere Planung weiter verfeinern und optimieren können“, so Wewering. Insgesamt 15 Bürgerinfomärkte werde Amprion im August und September entlang der Korridore anbieten. Parallel bietet Amprion auf der projekteigenen Webseite die Möglichkeit einer Online-Beteiligung an. Diese Prüfung soll spätestens Ende des Jahres abgeschlossen werden. Das Ziel sei, im März 2018 den Antrag auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu stellen.

Die Gleichstromverbindung A-Nord soll ab 2025 die größtenteils auf See erzeugte Windenergie in die Verbrauchszentren im Westen und im Süden Deutschlands transportieren. Über A-Nord könnten künftig zwei GW Leistung übertragen werden, das entspreche mindestens dem Bedarf einer Großstadt wie Köln.

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