Das niederländische Unternehmen Alfen hat zwei Container-Lithiumspeichersysteme mit je 1,5 Megawatt Leistung für den Prinses Alexia Windpark von Nuon in Zeewolde entwickelt. Wie Alfen mitteilte, bestehen die Speichersysteme aus Fahrzeugakkus von BMW. Sie sollen dabei helfen, die Spitzen und Tiefen der Stromversorgung auszugleichen und den Energiebedarf besser abzudecken.

Wie BMW bereits Ende Juni mitgeteilt hatte, kommen in den beiden Container-Lithiumspeichersystemen je 44 neue Fahrzeugakkus (33 kWh/ 94 Ah) zum Einsatz. Diese werden auch im Elektroauto „ BMW i3“ genutzt und setzen sich aus Sekundärzellen von Samsung zusammen. Es handelt sich dabei bereits um das zweite von Alfen realisierte Energiespeicherprojekt in Verbindung mit einem Windpark. Im Mai dieses Jahres hatte Alfen bereits ein Ein-Megawatt-Speichersystem mit dem Windpark Winfarm Giessenwind in Giessenburg verbunden.

In der nächsten Phase soll die Leistung des Großenergiespeichers in Zeewolde von insgesamt drei Megawatt auf zwölf Megawatt erweitert werden, was rund zehn Prozent der Leistung des Windparks mit 122 Megawatt entspreche. Nach Angaben von Alfen wird es sich dann um den größten Energiespeicher der Niederlande handeln. Die Genehmigung für die Erweiterung des Speicherprojekts erwartet BMW in den kommenden Monaten. Dann sollen sechs weitere Containersysteme hinzukommen, so dass die Gesamtzahl der BMW-Fahrzeugakkus auf 352 steigt.

Mit dem Projekt im Prinses Alexia Windpark nähern sich Nuon und sein Mutterkonzern Vattenfall einen Schritt weit ihrem strategischem Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden. Das Projekt ermögliche es Nuon, erneuerbare Energie flexibler zu nutzen, ohne Energie zu verlieren, sagte Projektmanager Boudewijn Tjeertes von Nuon. Zudem plane Nuon, Solarstromspeicher für Wohnhäuser anzubieten.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte Kommentar einfügen!
Bitte geben Sie Ihren Namen hier ein