Albers fordert „politischen Mutausbruch“ nach Ausschreibungsergebnis

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Die Ausschreibungsergebnisse der Bundesnetzagentur (BNetzA) für Windenergie an Land kommentierte BWE-Präsident Hermann Albers wie folgt: „Die Ergebnisse der fünften Ausschreibungsrunde 2019 sind katastrophal, überraschen uns aber nicht.“ Albers forderte: „Wir brauchen jetzt einen politischen Mutausbruch!“

Der BWE-Präsident verweist auf die seit Monaten geführten Gespräche, in denen die Branche ganz konkrete Vorschläge präsentierte, um zusammen mit der Politik den Genehmigungsstau bei der Windenergie endlich zu lösen. Die politische Reaktion aus Berlin zeige jetzt aber, dass die Krise der Windbranche schlichtweg nicht ernst genommen werde, so Albers. Wichtige Entscheidungen würden wegdelegiert, Handlungszeiträume bis ins nächste Jahr gestreckt, während die wöchentlichen Meldungen um Arbeitsplatzverluste ein Handeln heute verlangten. „Wer die Branche nötigt, derart lange die Luft anhalten zu müssen, braucht sich am Ende nicht wundern, wenn sie an Atemnot verstirbt.“

Der Bundesverband Windenergie verweist auf Angaben der Bundesregierung, wonach die Arbeitsplatzzahlen der Windbranche im Jahr 2017 von 133.800 auf 112.100 zurückgegangen sind. Auf die konkrete Frage der Linkspartei, wie mit dem Arbeitsplatzrückgang umgegangen werde, habe die Bundesregierung geantwortet, dass den Beschäftigten der Windenergiebranche „arbeitsmarktpolitische Maßnahmen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch (Arbeitsförderung) zur Verfügung“ stünden. Diese Antwort sei für viele Arbeitnehmer ein Schlag ins Gesicht.

„Woher soll ein Großteil des Stromes – etwa zur Erfüllung von Peter Altmaiers Wasserstoffstrategie – kommen, wenn nicht aus der Windenergie?“, so Albers weiter. Die Wirtschaft mache es schon vor. Weltweit hätten sich führende Konzerne höhere CO2-Reduktionsziele gesetzt als die Bundesregierung. Selbst energieintensive Unternehmen der Zement- und Stahlbranche gingen engagiert voran. „Den gleichen Mumm wünsche ich mir auch von der Politik!“, so Albers.    

Die jüngsten Ergebnisse der BNetzA-Ausschreibung sehen Sie hier:

BNetzA-Ausschreibung: Das Leiden der Windbranche geht weiter

 

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