„Akzeptanz nicht durch Mindestabstände zu erreichen“

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Quelle: EUWID

Die Akzeptanz für die Windenergie an Land wird nicht durch Mindestabstände zu Windrädern geschaffen. Diese Meinung vertreten sog. Bürgerexperten, die sich in dem neuen Projekt „Aktive Bürgerexperten in Klimaschutz und Energiewende“ (Aktiv BüKE) engagieren. Das teilte die an dem Projekt beteiligte Deutsche Umwelthilfe (DUH) mit. Sie wollen der Fragen auf den Grund gehen, wie der Erneuerbaren-Ausbau durch eine verbesserte Bürgerbeteiligung beschleunigt werden kann.

Ziel sei es, Bewohner einer Modellregion aktiv in den Planungsprozess von Anlagen für Erneuerbare Energien, insbesondere Windkraft, einzubinden. Auf Workshops sollen die Bürgerexperten Details zu Energiewende und Planungsprozessen erfahren und gemeinsam ein Standortkonzept für Erneuerbare Energien in ihrer Region erarbeiten.

… für die allermeisten Menschen ist der Windausbau keine Frage des ‚Ob‘, sondern des ‚Wie‘.

Constantin Zerger, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz bei der DUH und Projektleiter von Aktiv BüKE ist sich sicher: „Für die Energiewende gibt es eine breite Unterstützung – für die allermeisten Menschen ist der Windausbau deshalb keine Frage des ‚Ob‘, sondern des ‚Wie‘. Ziel des Projektes ist es, im Planungsprozess ein aktives, informiertes und lokal verwurzeltes Gegengewicht zu den wenigen, aber lautstarken Energiewendekritikern zu bilden.“

Die Bürgerexperten sollen auf öffentlichen Veranstaltungen und innerhalb ihrer eigenen Netzwerke über ihr erarbeitetes Konzept informieren. Durch die frühe Einbeziehung der Menschen vor Ort soll in den Kommunen ein stärkeres Bewusstsein für den Planungsprozess und die Entscheidungsgrundlagen entstehen. Im besten Fall könne so mehr Akzeptanz für die Energiewende geschaffen werden, heißt es. Hürden für die nachfolgenden behördlichen Genehmigungsverfahren könnten abgebaut werden.

An dem Projektverbund beteiligt sind zudem Psychologen der MSH Medical School Hamburg, Landschaftsarchitekten der Technischen Universität München (TUM) sowie das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD. Die Stiftung Mercator fördert das Projekt.

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