Akasol wagt den Sprung aufs Frankfurter Börsenparkett

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Die Hochleistungs-Batteriesysteme von AKASOL lassen sich je nach Busmodell flexibel positionieren.
Quelle: Akasol

Die Akasol GmbH bereitet den Börsengang vor und werde „zeitnah“ als Akasol AG firmieren. Das gab das auf die Entwicklung von Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriesystemen spezialisierte Unternehmen jetzt bekannt. Geplant ist die Notierung ihrer Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der Bedarf an elektrisch betriebenen Bussen und Nutzfahrzeugen legt international zu. In Deutschland könnten zudem häufiger konkrete regulatorische Maßnahmen zur Nutzungseinschränkung dieselbetriebener Fahrzeuge zur Praxis werden, merkt Akasol mit Blick auf ein erstes Fahrverbot in Hamburg für ältere Dieselfahrzeuge an.

TCO-Parität zwischen Dieselfahrzeugen und Elektrobussen nähert sich

Marktseitig nähere sich zudem der Zeitpunkt, an dem die Parität der Total Cost of Ownership (TCO) zwischen Dieselfahrzeugen und Elektrobussen und E-Nutzfahrzeugen erreicht werde, „wodurch der Kauf von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen immer attraktiver wird.“

Der im dritten Quartal 2018 erwartete Start der Serienproduktion im Akasol-Werk in Langen verdeutliche das „vielversprechende Marktumfeld für Batteriesystemhersteller“. Bis 2020 will das Unternehmen seine jährliche Produktionskapazität in Langen von 300 MWh auf 600 MWh verdoppeln. Im Rahmen der internationalen Expansion plant Akasol für das Jahr 2019 auch die Eröffnung einer Produktionsstätte in Michigan, USA, mit einer jährlichen Produktionskapazität von 300 MWh.

Der Markt für Hochleistungsbatteriesysteme, insbesondere für Busse und Nutzfahrzeuge, befindet sich aus unserer Sicht gerade an der Schwelle zu einem deutlichen Wachstum in den kommenden Jahren

„Der Markt für Hochleistungsbatteriesysteme, insbesondere für Busse und Nutzfahrzeuge, befindet sich aus unserer Sicht gerade an der Schwelle zu einem deutlichen Wachstum in den kommenden Jahren“, sagt Sven Schulz, CEO und Mitgründer von Akasol. Das Geschäft von Akasol liege zwischen den Batteriezellenherstellern und den E-Mobility-OEMs und damit am „optimalen Punkt der Wertschöpfungskette für Hochleistungsbatteriesysteme“.

Zum 31. März 2018 lag der Auftragsbestand von Akasol nach Unternehmensangaben bei 1,45 Mrd. € bis zum Jahr 2024. Der Energiespeicherspezialist beschäftigt bereits mehr als 100 Mitarbeiter.

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